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Gemeinsam für Presse- und Informationsfreiheit: UE-Studierende kooperieren mit Reporter ohne Grenzen

Der Kampf für Informations- und Pressefreiheit, der Schutz von Whistleblowern und die Erhaltung der Demokratie sind Nachrichten, die uns täglich beschäftigen. Um auch jüngere Generationen auf diese Themen aufmerksam zu machen, haben Studierende des Fachbereichs Art & Design der University of Europe for Applied Sciences (UE) in Kooperation mit der NGO Reporter ohne Grenzen Illustrationen, Plakate und Info-Videos konzipiert und künstlerisch umgesetzt.

62 Studierende der Studiengänge Illustration sowie Film und Motion Design des Berliner UE-Campus waren an der künstlerischen Verarbeitung der Themen beteiligt. Im engen Austausch mit den Mitarbeitern der Nichtregierungsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ sind Arbeiten entstanden, die die aktuellen Kernthemen der NGO illustrieren und in kurzen, anschaulichen Erklär-Videos auf z.B. Kanälen wie YouTube allgemeinverständlich visualisieren. Angesprochen werden hier vor allem junge Menschen.

„Uns war es wichtig, die Themen, mit denen sich Reporter ohne Grenzen tagtäglich befasst, so darzustellen, dass sie aufrütteln und Menschen zum Nachdenken bringen. Medien müssen über Unrecht, Machtmissbrauch und Korruption unabhängig berichten dürfen, denn nur so können wir in einer freien Gesellschaft leben. Vor diesem Hintergrund haben unsere Studierenden alles gegeben und sich diesen Themen gestellt“, erklärt Professor Hans Baltzer, Studiengangsleiter Illustration an der UE.

Enstanden sind u.a. Arbeiten, wie das Zeitungscover „The Daily Censorship“ der Studierenden Ira Dorsch und Luis Limberg, das eingeschränktes Arbeiten der Presse in Bangladesh zeigt, oder die Illustrationen „Imprisioned Journalists“ von Helena Nowotnick und Elisabeth Antosliak, die auf die bedrohliche Lage von Journalisten und Bloggern in China und Ägypten aufmerksam machen. Auch die Info-Filme von Studierenden des Studiengangs Film und Motion Design zeigen für junge Menschen aufbereitete Hintergründe zu Themen wie unter anderem dem Informationsfreiheitsgesetz, dem Verfassungsschutzgesetz oder erklären die Rangliste der Pressefreiheit.

Hans Baltzer findet es immens wichtig, dass Studierende schon früh an den Austausch mit Partnern aus der Berufspraxis herangeführt werden: „Für unsere Studierenden war das ein sehr forderndes Projekt, aber gleichzeitig auch eine großartige Erfahrung, mit so einem renomierten Partner zusammen arbeiten zu dürfen. So eine Aufgabe erfordert auch immer viel Mut und Engagement, was sich aber durch die wirklich tollen Plakate und Filme ausgezahlt hat“, so UE-Professor Baltzer.

Auch seitens Reporter ohne Grenzen war die Zusammenarbeit mit den UE-Studierenden eine Win-Win-Situation: „Es ist eine große Herausforderung, junge Menschen für Presse- und Informationsfreiheit zu begeistern, da dieses wichtige Thema mit vielen anderen in den sozialen Medien konkurriert. Wir freuen uns daher, dass die Studierenden kreative Motive erarbeitet haben, die ein Hingucker sind und zum Nachdenken anregen“, sagt Kristin Bässe Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei Reporter ohne Grenzen, die das Projekt begleitet hat.

 

Hintergrund: Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen dokumentiert Verstöße gegen die Presse- und Informationsfreiheit weltweit und alarmiert die Öffentlichkeit, wenn Journalistinnen und deren Mitarbeiter in Gefahr sind. Wir setzen uns für mehr Sicherheit und besseren Schutz von Journalistinnen und Journalisten ein. Wir kämpfen online wie offline gegen Zensur, gegen den Einsatz sowie den Export von Überwachungstechnik und gegen restriktive Mediengesetze. www.reporter-ohne-grenzen.de/