interaction design
Kursbeispiele
Im Folgenden werden einige studentische Projekte aus dem Studiengang vorgestellt.
Schnittstellen gestalten
Die Gestaltung von grafischen und interaktiven Schnittstellen (englisch: Interfaces) ermöglicht Mensch und Computer, Informationen und Handlungsanweisungen auszutauschen und zu kommunizieren. Ob in der Gestaltung einer Website, einer Softwareanwendung oder der visuellen und funktionalen Ausformung von Bedienfeldern (etwa für elektronische Produkte) – Interface Design gehört zu den zentralen und vielfältigsten Tätigkeitsbereichen eines Interaction Designers.
Informationen visualisieren
Die Fähigkeit, komplexe Daten zu strukturieren und einem Benutzer verständlich und ansprechend zu vermitteln, gehört zu den grundlegenden und immer wiederkehrenden Aufgaben eines Interaction Designers. In den Grundlagensemestern des Studiengangs werden daher verschiedene ästhetische, praktische und experimentelle Methoden erkundet, numerische, statistische oder geografische Datensätze in informative und visuell ansprechende Darstellungsformen zu kleiden.
Digitales »greifbar« machen
Seit einigen Jahren entwickeln Interaction Designer innovative Produkte und Lösungen, die zum Ziel haben, Benutzer ohne »Umwege« über Maus oder Tastatur – gleichsam unmittelbar – mit digitalen Daten und Diensten interagieren zu lassen. Dieser Ansatz wird auch als tangible interaction bezeichnet (tangible = englisch für »greifbar« oder »fühlbar«) und nimmt einen wichtigen Platz im Projektstudium des Studiengangs Interaction Design ein. Innerhalb dieser Projektmodule werden Anwendungen konzipiert, die sich über Gesten, motion-tracking oder berührungsempfindliche Oberflächen (sogenannte multi-touch interfaces) steuern lassen. Der Einsatz von vertrauten und erlernten Handlungen aus dem Alltag in der Interaktion mit Computern erscheint vielen Benutzern natürlicher, intuitiver und emotionaler als herkömmliche Ansätze und nimmt gleichzeitig die »Schwellenangst« vor der Technologie.
Produkt und Bedienung vereinen
Bei vielen neuen interaktiven Produkten (wie etwa dem iPhone) ist der Übergang zwischen physikalischem Gerät und dessen virtueller Bedieneroberfläche immer fließender: Hard- und Software verschmelzen zu einer Einheit und gleichen sich sowohl in funktionaler als auch in ästhetischer Hinsicht immer mehr einander an. Im Projektstudium lernen die Studierenden, welche Konsequenzen diese Entwicklung auf die Art und Weise hat, wie solche Geräte oder Umgebungen gestaltet werden. Überlegungen aus den angrenzenden kreativen Bereichen des product design oder branding fließen hier genauso in die Arbeit mit ein wie Aspekte der Ergonomie und der Materialkunde.
Coffee-Machine
Nathalie Hanke
Prof. Stroschein
-
4. und 6. Semester
Projekt COFFEE MACHINE
Bei dem Projekt untersuchen Studierende das Design und die Bedienung von Kaffee-Automaten im halböffentlichen Bereich wie z.B. Büros. Wie können verschiedene Kaffee-Zubereitungen schneller erkannt und ausgewählt werden? Lassen sich Zucker und Milch nicht einfacher dosieren? Was geschieht während der Wartezeit, wenn der Kaffee zubereitet wird (ca. 20 Sekunden).
Die Arbeit von Natalie Hanke zeigt den grafischen Entwurf für die Bedienfolge, während der Wartezeit gibt es die Möglichkeit, sich fotografieren zu lassen. Das Foto erscheint anschließend zuoberst auf Screens. Somit soll der Kaffee-Automat zum Treffpunkt werden, um neue oder vertraute Gesichter zu entdecken.
Anwendungen entwickeln
In den höheren Semestern sind die Studierenden des Fachbereichs Interaction Design qualifiziert, lauffähige Anwendungen aus verschiedenen Kombinationen von Hard- und Software eigenständig zu entwickeln und umzusetzen. Die Bachelor-Arbeit besteht aus einem theoretischen, schriftlichen Teil, der sich mit einem konkreten Thema aus dem Bereich Interaction Design befasst, und einem praktischen Part, der die während des Studiums erworbenen Kenntnisse umsetzt.
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