• Electric Talk

U_Electric talks: Die Zukunft der digitalen Identität

Die University of Applied Sciences Europe (UE) möchte in der Tradition von Pitch-Präsentationsformaten wie "Pecha Cucha", "Lightning Talks" und "Nerd Nite" und ein neues virtuelles Format einführen: U_Electric Talks.

Ab diesem Sommersemester 2020 werden jedes Semester 5 inter- & transdisziplinäre Gespräche zu einem umfassenden Thema über die digitale Gesellschaft, künstliche Intelligenz & Wirtschaft, kreative Künste & Technologie sowie Innovation in der digitalen Lernumgebung für die nächste Generation geführt.

Erfindergeist und Neugierde treiben uns an der UE an, interdisziplinäres Wissen zu erforschen, zu vereinen und aktuelle Forschungsthemen einem öffentlichen Publikum anzubieten. 

Die 15-minütigen Vorträge und eine 15-minütige Frage- und Antwortsitzung werden von ProfessorInnen der UE und eingeladenen Fachleuten gehalten und live über den Facebook Kanal der UE gestreamt.

 

10. Juni 2020 – Prof. Katharina Mayer | Rana Öztürk (UE Berlin)
Analoge Entschleunigung und digitale Verdichtung

Der Coronavirus zwingt uns in Quarantäne und Homeoffice. Er bringt uns aber auch dazu, den Wert der Stille neu zu schätzen. Dieses einschneidende Ereignis wird in vielen Bereichen genutzt, über Reformen nachzudenken. Und wirft Fragen zur eigenen Identität und im Bezug auf die (digitale) Welt auf. In unserer U_Electric Talk Reihe möchten wir über die Zukunft der digitalen Identität nachdenken und einen Diskurs eröffnen: mit KollegInnen und Gästen, die in 15-minütigen Livestreams über ihre Erkenntnisse sprechen.

15. Juni 2020 – Gast: Horst Wackerbarth
Fragen zur digitalen und analogen Authentizität

"Ich befürchte zu dem Thema wenig bis nichts beitragen zu können. Die Zukunft der digitalen Identität mag für die Kommunikation der Menschen untereinander eine praktische Rolle spielen, für mich als Künstler keine…
Alle Versuche die Rote Couch als Avatar, als Alter Ego im Netz zu etablieren habe ich konsequent abgelehnt.Bilder auf dem Monitor erwidern meinen Blick nicht, werden austauschbarund beliebig.Das Bildoriginal gehört in die Hand und an die Wand, gerahmt, auf Papier, ins Buch und in die Ausstellung. Nur so tritt das Stille Bild mit dem Betrachter in einen Dialog…
Das Credo für die Kunst: Statt digitale Identität lieber analoge Authentizität!"

22. Juni 2020 – Gast: Dr. Emanuel Mir (Landesbüro für Bildende Kunst aus NRW, Köln, Münster)
Digitale Identität aus dem Defizit der realen Welt

Wenn KünstlerInnen sich mit den Kommunikationsmodi und Inhalten von sozialen Medien auseinandersetzen, verfolgen sie meistens zwei Hauptanliegen: Entweder möchten sie auf sich aufmerksam machen und nutzen die digitalen Möglichkeiten, um ihre Arbeiten zu vermarkten und sich zu etablieren, oder sie demontieren die Regeln und die Logik der besagten social medias, um deren manipulative Mechanismen zu entlarven. Im ersten Fall baut sich die Künstler*in eine digitale Identität aus einem Defizit in der "realen" Welt , im zweiten Fall fungiert er*sie als wache*r BeobachterIn einer allgemeinen sozial-medialen Entwicklung, deren Strickfälle (Selbststilisierung, "Sendungsbewusstsein", Egotrip, etc.) er*sie parodisch kommentiert. 

29. Juni 2020 – Prof. Dr. Iris Lorscheid
Dark Data. - Geschichten über Potential und Risiken von Daten

Weltweit werden weit mehr Daten gesammelt als wir verarbeiten können. Große Mengen sogenannter „Dark Data“ schlummern daher in Servern. Neue Perspektiven und die kontinuierliche Entwicklung neuer Analysemethoden richten den Blick auf dunkle Daten, die auch weit in die Vergangenheit reichen können. Dies führt zu vielen Ängsten, birgt aber auch große Potentiale – nicht nur aus Unternehmersicht. Der Vortrag diskutiert, welche Wege dunkle Daten bereits gegangen sind und welche sie möglicherweise noch gehen können.

13. Juli 2020 – Prof. Dr. Jiré Gözen
Im digitalen Raum

Die Medienwissenschaft beschäftigt sich seit ihrer Formierung als eigenständige wissenschaftliche Disziplin mit den Veränderungen, Fragmentierungen und der Auflösung von Identität und Wirklichkeit durch neue (Medien-)Technologien und das Aufgehen des Einzelnen und der Gesellschaft im digitalen Raum. Die in der Theorie entwickelten Überlegungen wurden u.a. von den Autoren der Cyberpunk Science Fiction aufgegriffen, künstlerisch auf der Ebene von extrapolierten Zukunftswelten durchgespielt und dabei weiterentwickelt. Die dabei entstandenen Reflexionen zu digitalen Identität möchte ich in meinem Beitrag kurz vorstellen um diese anschließend gemeinsam auf ihren Bezug zur Gegenwart zu befragen und zu diskutieren.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme in unserem Facebook Kanal.

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