• Media Wall der Elbphilharmonie
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Noch bis 10. Dezember: Motion Design-Projekt an der Elphi

Film + Motion Design-Studierende sind begeistert von der Premiere ihrer Arbeiten auf der Media Wall der Elbphilharmonie in Hamburg.
​Im Rahmen des interkulturellen Hochschulprojekts „ELMAN“ gestalteten Motion Design-Studierende des Campus Hamburg zusammen mit Studierenden der Nanyang University Singapore (NTU) filmische Arbeiten, die auf den Medienflächen der Elbphilharmonie in deren Eingangsbereich sowie der Media Art Nexus auf dem Campus der NTU noch bis zum 10. Dezember gezeigt werden.

Zuschauer zeigen sich beeindruckt

Bei 6 Grad fanden sich nicht nur die Kursteilnehmer, sondern auch weitere Zuschauer zur Premiere der Mediainstallation ein, während der in einer halbstündigen Präsentation alle Arbeiten, die für das Konzerthaus entwickelt wurden auf der Fläche liefen.
Besucherin Aylin Genç zeigte sich vom Gesehenen sehr angetan: „Die Formensprache war wirklich beindruckend. Mich hat besonders fasziniert, dass die Künstlerinnen und Künstler die Aussparungen in der Fläche, wie den Eingang zu den Rolltreppen oder den Ticketschalter nicht nur einfach als nicht bespielbaren Raum gesehen, sondern zum Teil auch bewusst als Stilmittel eingesetzt haben.“ Mittels einer Live-Schalte waren auch die Kommilitonen und Professoren aus Singapur zu geschaltet und konnten das Geschehen mitverfolgen.

Raum und Inhalt in Bezug setzen

Aufgabe war, animierte Sequenzen zu konzipieren und umzusetzen.
Dabei mussten die Studierenden in Singapur das Leitmotiv „Passing“ – bezugnehmend auf den tunnelähnlichen Standort der Fläche in Singapur – und die Hamburger „Music“ als thematischen Schwerpunkt mit denken. Die Studierenden des Campus Hamburg hatten bei ihrem Leitmotiv die Schwierigkeit zu bedenken, dass ihre Installationen zwar ohne Musik laufen würden, jedoch inhaltlich auf den Standort – das Konzerthaus Elbphilharmonie – passen sollten.
Prof. Verena Kraemer: „Die Arbeiten der Studierenden interagieren thematisch und räumlich mit ihrer Umgebung und ergänzen das Gebäude als Veranstaltungsort durch eine digitale Ebene. Die bewegten Bilder geben der gehörten Musik damit ein Gesicht und eröffnen dem Betrachter eine weitere Wahrnehmungsebene von Klängen.“

Praxisnähe und Mediatisierung

Während der eigentlichen Projektphase im Sommersemester 2018 lernten die Kursteilnehmer des Studienganges Film + Motion Design nach einem Besuch der Elbphilharmonie auf die spezifische räumliche Situation einzugehen.
Aus ihren Eindrücken kreierten sie eigene visuelle Räume und Formen und experimentierten mit ihnen bis dahin unbekannten Formen des bildhaften Erzählens. Zusätzlich setzten sie sich bei der Gestaltung mit dem Thema der "Mediatisierung des öffentlichen Raums“ auseinander, die sich zunehmend weniger auf dem Fernsehbildschirm, sondern auf Eventflächen oder im kleinen auf Smartphone und Tablet abspielt und uns wie ein permanentes Grundrauschen umgibt.
Abschließend sagte Prof. Kraemer: „Das Projekt war sowohl für die Studierenden als auch für die Lehrenden eine völlig neue Erfahrung. Der Auftraggeber hatte hohe Ansprüche formuliert, inhaltlich wie technisch. Die Studierenden haben die Herausforderung angenommen und die Aufgabe sehr kreativ gelöst."

Die Installationen werden noch bis einschließlich Montag, 10. Dezember, an der Media Wall am Eingang der Elbphilharmonie zwischen Ticketschalter und Rolltreppen kostenlos gezeigt.

Prof. Verena Kraemer wird am 30. November 2018 in Singapur vor Ort sein und uns von dort mit Eindrücken versorgen. Eine Dokumentation des Projektes ist in Arbeit und wird auf Youtube und im Newsbereich zu sehen sein.

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