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Star-Journalistin Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz eröffnet TV-Studio am Campus Hamburg Altona

„Hiermit eröffne ich in großer Freude das hervorragend ausgestattete TV-Studio der BiTS und BTK Hamburg“ – Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz lässt symbolisch die Regieklappe klicken und gibt damit den Startschuss für das neue Medienhighlight am Campus Hamburg Altona. In dem hochmodernen TV-Studio lernen die Studierenden mit Greenwall, LED und Teleprompter zu arbeiten und erleben TV-Produktion und -Journalismus live und hautnah.

Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz doziert seit 2011 als Professorin für Fernsehen und Journalistik am Hochschulstandort der BiTS in Iserlohn und reiste für diesen feierlichen Anlass in die Hansestadt, um gemeinsam mit Prof. Dr. Roland Schröder das Studio zu eröffnen. BiTS- und BTK-Studierende machten sich das Ereignis gleich zur Praxisaufgabe und dokumentierten per Foto und Film, BiTS-Campusleiter Prof. Dr. Andreas Moring regelte alles aus dem Regieraum nebenan.

Im Anschluss ging es für die drei Medienleute mit dem Studiengangsleiter Journalism & Business Communication, Prof. Dr. Willy Theobald, in einer Podiumsdiskussion um das Thema „Die Zukunft des Journalismus“. Den Auftakt machte auch hier Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz mit ihrem Impulsvortrag. "Der größte Vorteil des Fernsehens ist gleichzeitig sein größter Nachteil: die Bilder“, startete sie. "Menschen erinnern sich selten an Texte, aber immer an Bilder. Doch wie bebildere ich politische Information? Das ist auf der einen Seite eine reizvolle Herausforderung, birgt auf der anderen Seite aber auch ein gewaltiges Risiko. Denn – es fallen Themen durch die Ritze mangels Bilder und andere Themen bekommen eine Bedeutung, die ihnen nicht zusteht, aber sie lassen sich eben attraktiv bebildern. Achten Sie mal darauf, was in Nachrichtensendungen vor allem kurz vor dem Wetter noch Platz findet: irgendwas Bildgewaltiges. Mit Relevanz hat das eher nichts zu tun. Das kann man so machen. Andererseits haben die Kollegen, die für die politische Berichterstattung komplizierter Themen zuständig sind, immer das Problem, um jede Sekunde kämpfen zu müssen. Das führt zu der Frage: welche Rolle spielen Nachrichten in unserer Gesellschaft?“

Studierende, Gäste und Pressevertreter lauschten gespannt der versierten Journalistin, die Ende der 80er Jahre als Moskau-Korrespondentin für die ARD arbeitete und die Sendungen Monitor (1982 – 1987) und Kulturweltspiegel (1992 – 1997) moderierte. Sie doziert seit 2011 an der BiTS Hochschule in Iserlohn als Professorin in TV und Journalistik und ist heute als Buchautorin bekannt und Gast zahlreicher politischer Talk-Shows. "Ich hatte kein Fachstudium Journalistik, learnig by doing trifft es bei mir eher“, sagte Krone-Schmalz. "Ich habe mich an guten Kollegen orientiert, einen Wertekodex entwickelt, die Bedeutung akribischer Recherche entdeckt und begriffen, dass Journalismus eine sehr lebendige Angelegenheit ist, die sich nur schwer schematisieren lässt. Was macht eine Nachricht zur Nachricht?“

Eine ideale Vorlage, um mit den Kollegen in die Diskussion zu gehen. Prof. Dr. Andreas Moring, der in seinen Vorlesungen sehr innovativ lehrt und sich den neuen Medien verschrieben hat, sagt: „Menschen werden sich die Nachrichten holen, die sie interessieren“, woraufhin Krone-Schmalz, Schröder und Theobald entgegnen, dass Journalisten bei all der Flut an Nachrichten die Aufgabe hätten, „Tand von Information zu unterscheiden“, so Theobald. Moring aber bleibt dabei, sagt: „Nicht das Medium entscheidet, sondern die Medienkompetenz“, jeder könne selbst entscheiden, welche Nachrichten welchen Wert für ihn hätten, solange er das Medium zu bedienen und nutzen wisse. „Bei Ihnen fehlt mir das Zwischenstück“, sagt Krone-Schmalz und sprach den Unterschied von Information und Nachricht an. Der Unterschied zwischen Journalismus und PR sei für viele nicht mehr bekannt oder würde für nicht so wichtig erachtet. Und sie gab den angehenden Journalisten einen Rat mit auf den Weg: „Zweifeln Sie alles an, was Ihnen beruflich begegnet, seien Sie immer neugierig und skeptisch.“
Im weiteren Verlauf der Diskussion ging es um Satire (Wie weit darf Satire gehen), das Buch „Russland verstehen“ von Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz, Twitter und Virtual Reality.

Studierende, Gäste und Journalisten brachten sich aktiv mit ein, ob „alter“ oder „neuer“ Journalismus, die Meinungen gingen sehr auseinander. Doch auch hier fand Gabriele Krone-Schmalz die passenden Worte: „Unterschiedliche Meinungen sind ja nicht das Problem, sondern fehlende Streitkultur. Mit anderen Worten: andere Meinungen zulassen, zuhören und zivilisiert argumentieren.“

 

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