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Interview mit Bachelorabsolvent Vithusan Vijayaratnasingam

Am 12. Juli findet die Vernissage der diesjährigen Bachelor-Ausstellung am Campus Hamburg statt.

Wir haben uns vorab schon mit einigen Studierenden getroffen und möchten Ihnen heute Vithusan Vijayaratnasingam mit seinem Abschlussprojekt vorstellen.

Was hast du studiert und wieso hast du dich für den Campus Hamburg entschieden?

Schon nach dem Abitur war mir relativ schnell klar, dass ich gerne eine Mischung aus kreativ, digital und  Wirtschaft studieren möchte. Ein klassisches BWL-Studium kam für mich aber nicht in Frage. Dann fand ich das Kommunikationsdesign Studium an der UE und das Gesamtkonzept hat mich von Anfang an überzeugt. Die Professoren kommen zum Teil aus der Wirtschaft, wodurch man direkt einen praktischen Bezug hatte, das war oft sehr hilfreich. Im Studium hatte ich außerdem die Möglichkeit, Methoden und Denkweisen verschiedenster Fachrichtungen zu kombinieren, um so meinen Schwerpunkt zu setzen.

Was ist das Thema deiner Bachelorarbeit und wie bist du auf das Thema gekommen?

Seit Beginn meines Studiums habe ich bei verschiedenen Unternehmen als Werkstudent gearbeitet. Nach dem vierten Semester musste ich mich dann um ein Pflichtpraktikum kümmern. Da ich bei kleinen Agenturen und mittelständischen Unternehmen schon Erfahrung hatte, wollte ich mal gerne die Konzernwelt kennenlernen. Im Endeffekt ist es dann die Lufthansa Technik AG in Hamburg geworden. Durch die komplexen und vielfältigen Aufgaben konnte ich auch mal über den Tellerrand hinausschauen und eine neue Arbeitswelt kennenlernen. Während des Praktikums habe ich mir ein Netzwerk aufgebaut, wodurch ich im Anschluss an das Praktikum eine Bachelorandenstelle angeboten bekomme habe. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich letztlich für das Thema „Prozessverbesserung und Optimierung durch die Entwicklung eines User Interface Konzeptes für den Triebwerk MRO Bereich“ entschieden.

Es geht darum, einen manuellen Prozess durch die Einführung eines Scanners zu digitalisieren. Der Scanner soll dazu dienen, kleinste Millimeter/Mikrometer/Nanometer-Beschädigungen an der Triebwerksinnenhaut zu identifizieren. Die Innenhaut der Triebwerke werden durch Einflüsse wie z.B Sand, Staub und -Pollenablagerungen oder Granulat beschädigt. Zurzeit sind dafür sogenannte Befundmitarbeiter tätig, die auf einer Fläche von 25cmx25cm diese Beschädigung manuell aufnehmen. Das heißt, sie setzen sich vor dem Triebwerk hin, zeichnen die Fläche ein, messen mit einer Messuhr und einem Messschieber die Tiefe, Länge und den Abstand zum nächstgelegenen Punkt. Dann werden die Werte händisch in eine Tabelle eingetragen. Auf solch einer kleinen Fläche können mehr als 500 kleine Beschädigungen zusammenkommen. Um diesen Prozess zu digitalisieren und den Befundmitarbeitern das Arbeiten zu erleichtern, entwickle ich ein zielgruppengerechtes User Interface Konzept, das Front-End, das dann durch eine externe Softwareagentur im Back-End entwickelt wird.

Welche Materialien/Medien hast du zur Umsetzung deiner Abschlussarbeit genutzt?

Sehr viele Materialien habe ich intern von der Lufthansa bekommen. Besonders entscheidend war vor allem aber die IST- und SOLL-Analyse sowie Zielgruppenanalyse, die ich vor Ort durchgeführt habe. Die Analysen bzw. die daraus entstandenen Ergebnisse waren die Basis für die Entwicklung des User Interface Konzeptes.

Dann natürlich auch Literatur- und Onlinequellen, denn ohne kann man ja keine Bachelorarbeit schreiben. Außerdem musste ich mich auch mit neuen Programmen wie Adobe Experience Design (Adobe XD) und Balsamiq auseinandersetzen.

Welche Herausforderungen sind dir bei Bachelorarbeit begegnet? Wie hast du sie gelöst und was ist dein Tipp für die nächsten Bacheloranden?

Ich hatte schon während des Studiums einige Module im Bereich UX/UI (User Experience und User Interface) und konnte mich so mit dieser recht komplexen Bachelorthematik sehr gut anfreunden. Aber er brauchte eine gute Steuerung und ich habe mir einen Zeitplan erstellt, um die wichtigen Termine einzuhalten. Manchmal ist mir das ziemlich schwergefallen, da ich nebenbei auch noch als Werkstudent im internationalen strategischen Marketing bei Edding AG gearbeitet habe bzw. immer noch arbeite. Dort habe ich ebenfalls mit UX und UI Themen zu tun und mich erwarten ständig neue Aufgaben. Das war teilweise ganz schön stressig, aber ich wollte eben auch neben meiner Bachelorarbeit weiterhin durch meinen Werkstudentenjob Neues lernen.

Außerdem musste ich mir selbst die neuen Programme beibringen. Also habe ich mir verschiedene Tutorials angeguckt und mich schon im Voraus mit den Programmen auseinandergesetzt.

Mein Tipp für die zukünftigen Bacheloranden: Sammelt Erfahrungen und lernt dabei, seid offen, diszipliniert, selbstbewusst und glaubt an euch, macht einen Plan und zieht es durch! Es klappt nicht alles auf Anhieb - manchmal muss man auch Risiken eingehen, denn man lernt aus den Fehlern und wächst an seinen Aufgaben.

Hast du schon eine Idee, wie es nach deinem Abschluss weitergehen soll? Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Nach dem Studium möchte ich entweder direkt den Master dran hängen oder, falls ich ein Angebot für eine Vollzeitstelle bekommen sollte, arbeiten. Den Master möchte ich im Bereich Innovation Management/ Digital Business Management oder Marketingpsychologie machen. Da habe ich mir schon einige Studiengänge angeschaut, die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. In diese Richtung möchte ich mich auch beruflich entwickeln. Irgendwann möchte ich neben einer Vollzeitstelle eine eigene Agentur gründen. Das sind aber noch Zukunftsgedanken. Man hat mit diesem Studium heutzutage sehr viele Möglichkeiten. Es sind heute Berufe da, die es vor vier, fünf Jahren noch nicht gegeben hat. Und das wird sich im Zuge der Digitalisierung auch weiterentwickeln. Deshalb habe ich viele Möglichkeiten mich in Zukunft auszutoben.  

 

Hier finden Sie sein LinkedIn und Instagram (vithu_2211) Profil von Vithusan Vijayaratnasingam.

Mehr Informationen über unseren Studiengang Kommunikationsdesign und die diesjährige Bachelorausstellung erhalten Sie direkt hier auf unserer Website.

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