• Interview mit Isabell Bartnicki
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Interview mit Bachelorabsolventin Isabell Bartnicki

Am 12. Juli ist die Vernissage der aktuellen Bachelor-Ausstellung am Campus Hamburg.

Heute stellen wir vorab bereits Absolventin Isabell Bartnicki mit ihrem Abschlussprojekt vor:

Was hast du studiert und wieso hast du dich für den Campus Hamburg entschieden?

Ich habe Illustration studiert. Für den Campus Hamburg habe ich mich entschieden, da mir die Uni von der Website her am besten gefallen hat. In Hamburg gibt es auch leider nicht so viel Auswahl an Unis, die Illustration als Studiengang anbieten. Ich wurde in Hamburg geboren und wollte auch nicht unbedingt in eine andere Stadt ziehen. Die UE ist auch, soweit ich weiß, die einzige Uni neben der HAW, die einen akkreditierten Bachelorabschluss anbietet. Das war auch noch ein zusätzliches Auswahlkriterium.

Was ist das Thema deiner Bachelorarbeit und wie bist du auf das Thema gekommen?

Das Thema meiner Bachelorarbeit ist der Umgang mit Licht und Schatten in der Malerei und im Horror. In meiner Thesis habe ich die Techniken verschiedener Maler im Laufe der Jahrhunderte recherchiert. Anschließend habe ich verschiedene aktuelle Konzepte und Malereien analysiert und anhand dieser festgestellt, welche Mittel genutzt werden, um die gruselige Atmosphäre zum Ausdruck zu bringen.

Die Inspiration für meine Malereien ist sehr persönlich. Es ist eine Mischung aus eigenen Ängsten und Alpträumen, welche in meine Arbeiten geflossen sind.

Ich war schon immer ein großer Horrorfan. Das Ganze hat damals angefangen, als ich mich im Teenageralter mit Freundinnen getroffen habe, um Horrorfilme zu gucken. Dazu kommt noch meine Liebe zu Games. Silent Hill 2 war das erste Horrorspiel, das ich selbst gespielt habe. Ich war und bin immer noch von der Atmosphäre im Spiel sehr begeistert. Ich mag am liebsten psychologischen Horror und keine stumpfen Jumpscares.

Meine Interessen liegen auch bei vielen anderen Dingen. Ich bin auch ein großer Studio Ghibli Fan und spiele auch gerne Stardew Valley. Jedoch finde ich, dass Horror nicht genug repräsentiert wird.

Ein weiterer Grund ist, dass ich in meinen eigenen Malereien/Zeichnungen noch nicht so sicher im Umgang mit Licht und Schatten war. Das Thema hat sich also perfekt dafür angeboten. Ich habe somit in der Theorie eine Menge über die Techniken der alten Meister (zB. DaVinci) gelernt und in neueren Malereien analysiert, wie alles zusammen die Atmosphäre und den Grusel in Bildern schafft. Diese Erkenntnisse können dann auch auf alles andere angewandt werden.

Welche Materialien/Medien hast du zur Umsetzung deiner Abschlussarbeit genutzt?

Ich arbeite fast ausschließlich digital und male in Photoshop. Ich vergesse das zwar manchmal noch, aber ich versuche so viele Referenzen wie möglich zu benutzen, ob von Google oder selbst fotografiert. Zudem habe ich weiterhin sehr viele Horrorfilme gesehen.

Welche Herausforderungen sind dir bei Bachelorarbeit begegnet? Wie hast du sie gelöst und was ist dein Tipp für die nächsten Bacheloranden?

Die größte Herausforderung waren die Kompositionen und eine geeignete Lichtsituation für die Szene zu finden. Man muss dabei auf sehr viele verschiedene Aspekte achten:

Wie setze ich am besten die Kontraste, um das Auge des Betrachters zu führen? Funktioniert meine Komposition? Welche Teile vom Bild muss ich ausarbeiten, welche kann ich etwas gröber lassen? Wie fallen die Schatten, wenn das Licht aus dieser Richtung kommt? Wie sehen die Schatten aus? Wie verhalten sich verschiedene Materialien, wenn Licht auf sie trifft? Wie sehen Steine überhaupt aus?

Dies sind einige von sehr, sehr vielen Fragen, die ich mir konstant gestellt habe. Die größte Hilfe dabei waren gute Referenzen und viel Feedback von außenstehenden Personen. Ich hatte Glück, dass ich durch meinen Werkstudentenjob den Art Director Reiko Groß kennenlernen durfte und er mir sehr viel, sehr hilfreiches Feedback gegeben hat. Es hilft aber auch einfach Familie und/oder Freunde nach der Meinung zu fragen.

Hast du schon eine Idee, wie es nach deinem Abschluss weitergehen soll? Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Mein Plan für die Zukunft ist, Concept Artist in der Spiele- und Filmbranche zu sein. Ein bestimmtes Studio habe ich dabei noch nicht im Kopf. Ich möchte Ideen entwickeln und Welten erschaffen. Ich mag es, Probleme zu lösen, in meinen Bildern Geschichten zu erzählen und Emotionen zu erzeugen.

 

Erfahren Sie mehr über den Studiengang Illustration!

Mehr über Isabell gibt es auch auf Instagram oder auf artstation.

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