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Fotografie in Island: Ein Interview mit Student David Kern

David Kern studiert Fotografie am Campus Hamburg und hat im Herbst 2018 an einer Studienreise nach Island teilgenommen. Er stellt seine dort entstandenen Arbeiten vom 18. bis 24. Mai im Altonaer Museum in der Ausstellung „Human Traces in Landscapes“ aus. Wir haben ihn zu seinen Erfahrungen zu diesem Projekt befragt.

Was hat dich dazu bewogen, an der Studienreise nach Island teilzunehmen?

Einerseits mein starkes Interesse für fremde Länder, Landschaften und deren Kulturen. Auf meinem Lebensweg hat mich wenig so sehr geprägt wie all die Reisen in mir unbekannte Gefilde. Jedes Mal lerne und verstehe ich mehr über die Welt und vor allem auch über mich selbst. Andererseits habe ich erahnt wie unglaublich berauschend und faszinierend die Natur Islands ist und habe mich von meinem ausgeprägten Natursinn leiten lassen. Nicht zuletzt hat mich natürlich auch die neue fotografische Herausforderung zu einem spannenden Thema gelockt.

Was war die Idee hinter deiner Arbeit? Was hat dich angetrieben?

Die Idee hinter meiner Arbeit wurde ausgelöst durch einen Textabschnitt eines Buches über das Anthropozän. Hier wurden viele einzelne Bestandteile, Faktoren und Nachfolgen unseres jetzigen Zeitalters beschrieben. Ich wollte versuchen durch eine Kombination von poetischer Bildsprache, Texten sowie Ton Aufnahmen, auf die Hauptfaktoren des Anthropozän hinzuweisen und dabei gleichzeitig die Schönheit der Natur zeigen. Während der Arbeit hat mich mein Interesse für dieses Thema als auch das Entdecken der analogen Mittelformatfotografie, angetrieben.

Gab es Herausforderungen, die du im Entstehungsprozess meistern musstest?

Ja durchaus. Wie zuletzt betont habe ich währende der gesamten Reise nur analog fotografiert, mit einer Kamera die ich bisher nicht kannte, in einer Umgebung die von Wind, Regen und Kälte geprägt ist. Als ich zurück in Hamburg die Filme entwickelte, waren einige dabei die kaputt waren und somit viele Bilder die mir wichtigen waren verloren. Die Herausforderung bestand dann darin, aus dem verbleibenden Material das beste rauszuholen.

Wie glaubst du, werden dich deine Erfahrungen aus diesem Projekt möglicherweise beruflich beeinflussen?

Ich werde in Zukunft doppelt und dreifach mein Arbeitsmaterial prüfen und sicherstellen, dass der prozentuale Anteil an Ausschussbilden bei analog fotografierten Projekten weit geringfügiger ist. Zudem hat mich das Thema des Projektes nochmal mehr motiviert meine Arbeitsweise nachhaltiger und möglichst umweltfreundlich zu gestalten.

Die Ausstellung Human Traces in Landscapes wird im Rahmen der Langen Nacht der Museen am Samstag, 18. Mai 2019, eröffnet und endet am Freitag 24. Mai.

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