• Marianne Kjeldsen
  • Alma del Banco Preis

    © Marleen Hahn

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Der ALMA DEL BANCO PREIS geht an Marianne Kjeldsen

Dieses Jahr wurde am Campus Hamburg im Rahmen der BA-Ausstellung und Zeugnisvergabe auch das erste Mal der Alma del Banco Preis für die beste Abschlussarbeit vergeben. Gewinnerin ist Marianne Kjeldsen. Die Nachwuchsfotografin hat die Jury mit ihrer fotografischen Arbeit und Installation „Flaschengeist“ überzeugt.

Mariannes Vater ist ein Held. Zumindest sieht er sich selbst in den Geschichten so, die er seiner kleinen Tochter erzählt.

In ihrer Arbeit „Flaschengeist“ nähert sich Marianne dem Kind, das sie war und dem Vater von damals, wieder an. Die Selbst-Wahrnehmung des Vaters als Alleskönner nimmt sie wortwörtlich und inszeniert ihn als Rennfahrer, mit den Haien schwimmend, als Steuermann, als Mann ohne Angst. 

Aus einer Kindheitsbewältigung wird eine augenzwinkernde Hommage, die den Vorwurf an den Vater außen vor lässt.

Diese biografische Arbeit setzt sich nicht nur mit einer inneren Welt auseinander, sondern stellt sich mutig der Auseinandersetzung mit einer schwierigen Bezugsperson: dem eigenen Vater.

 „Flaschengeist“ arbeitet mit verschiedenen Dimensionen. Marianne übersetzt die Geschichten ihres Vaters in zweidimensionale Fotografie und in dreidimensionale Objekte, die im Raum so positioniert sind, dass sie Bezüge zu den Bildern herstellen. Und sie lässt einen ihre Geschichte hinter den Geschichten ihres Vaters erahnen.

Die Mitglieder der Jury haben beim Betreten des Raumes sofort und unmittelbar reagiert: Mit Gänsehaut und großer Freude.

Wir gratulieren Marianne zu ihrem großartigen Erfolg!

 

Alma del Banco war eine deutsche Malerin der Moderne und gehörte zu den gefragtesten Künstlerinnen Hamburgs. Sie wurde am 24.12.1863 in eine assimilierte jüdische Kaufmannsfamilie in Hamburg geboren und nahm sich am 8. März 1943 das Leben.

Ihr Wirken als Künstlerin und Netzwerkerin hat die Hamburger Kunstszene nachhaltig geprägt. 1919 war sie Gründungsmitglied der Hamburgischen Sezession und ab 1920 Mitglied in der Hamburgischen Künstlerschaft. 1931 gründet sie mit anderen Frauen den ersten deutschen Zonta-Club. Als Avantgardisten und als Jüdin wurde sie ab 1933 verfolgt. 1933 schloss die Hamburgische Künstlerschaft sie aus ihrer Gemeinschaft aus.

Der Preis wurde in Kooperation mit dem Forum für Künstlernachlässe Hamburg ausgelobt, in dessen Besitz sich der Nachlass Alma del Bancos befindet. Das Erinnern und Gedenken an wichtige kunstschaffende Persönlichkeiten soll damit als inspirierender Anstoß im Bewusstsein des künstlerischen Nachwuchses verankert werden.

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