Publikationen

Stephan Günzel - Bild

Bild

Günzel, Stephan / Mersch, D. unter Mitarbeit von F. Kümmerling (Hg.):
Bild. Ein interdisziplinäres Handbuch.
Stuttgart/Weimar: Metzler 2014.

Vom Tafelbild über den Film bis zum 3D-Bild. Bilder überfluten uns in allen Bereichen der Gesellschaft, der Umgang mit digitalen Bildern wird immer wichtiger. Seit dem Pictorial oder Iconic Turn haben sich auch die Kulturwissenschaften des Themas angenommen und eine Wissenschaft vom Bild und der Bildwahrnehmung begründet. Das Handbuch gibt erstmals einen umfassenden Überblick, erläutert Grundlagen wie Semiotik, Phänomenologie und Ikonologie, analysiert verschiedene Einzelmedien und sich anschließende Bilddiskurse. Ein abschließender Teil beleuchtet die Bildtheorien verschiedener Disziplinen, und wie sich diese als Bildwissenschaft verstehen.

Stephan Günzel - Push Start

Push Start

Günzel, Stephan (Hg.):
Push Start. The Art of Video Games.
Hamburg: Edel 2014.

Video-Spiele sind die neue Kunstform der Gegenwart. Ob pixelig abstrakt, psychedelisch bunt oder faszinierend realistisch - Technologie, Interaktion und Design verschmelzen hier zu einer eigenen Ästhetik. Das umfassende Kompendium verfolgt die grafische Evolution von den ersten Spielen über die goldene Ära der Arcades bis hin zu aktuellen HD-Meisterwerken. Dazu gibt es die Kultsounds auf einer neongelben 10-inch Vinyl sowie als MP3-Downloadcode - remixed by Big Twice.

Christoph Windgätter - Long Lost Friends

Long Lost Friends

Windgätter, Christof / Mareis, Claudia (Hg.):
Long Lost Friends. Zu den Wechselbeziehungen zwischen Design-, Medien- und Wissenschaftsforschung.
Zürich, Berlin (diaphanes) 2013.

Obwohl Design-, Medien- und Wissenschaftsforschungen seit einigen Jahren eine gewisse Konjunktur erfahren, ist die Frage nach ihren Korrelationen bisher nur selten gestellt worden. Der Band reagiert auf diesen Mangel, indem er nach den Schnittstellen und Überschneidungen der drei Disziplinen sucht. Sein Ausgangspunkt ist das gemeinsame Interesse an konkreten Darstellungsweisen des Experimentierens, Aufzeichnens, Entwerfens und Gestaltens. Dabei untersuchen die Beiträge sowohl synchrone Verknüpfungen, durch die Wissensbestände ausgetauscht, Agenden verglichen oder Interdisziplinarität eingefordert wird, als auch ihre historischen Beziehungen, die in der Genealogie der Forschungsfelder und den Gründen oder Motiven ihres Auftauchens zu finden sind: seien es mediale Praktiken, ästhetische Präferenzen oder handwerkliche Fertigkeiten.


Ziel ist zum einen die Selbstreflexion der Disziplinen, zum anderen aber auch der Versuch, in ihnen transversale Strategien, Objekte oder Formen ausfindig zu machen. So werden Zukunftsoptionen geschaffen, die weder hinter erreichte Standards zurückfallen noch wehrlos sind gegenüber den Zumutungen der Wissenschaftspolitik.

Miriam Goller - Übergriffe - Plurale

Übergriffe – Plurale

Goller, Mirjam / Silbermann, Jörg (Hg.):
Übergriffe – Plurale.
Zeitschrift für Denkversionen (9), S. 228, 2013.
 

Diese Plurale-Ausgabe handelt vom Übergriff (und Über-Begriff). Es geht um jenen „Angriff“ auf das Konzept der Semiotik, der Lehre von den Zeichen und des Bezeichnens, die die Geisteswissenschaften eine lange Strecke des 20. Jahrhunderts über beherrschte. Dieser Angriff setzte der mit der zuerst in Frankreich gehandelten Denk- und Schreibpraxis der Dekonstruktion in den 1960er Jahren verhalten ein (weil er mit der Semiotik gegen sie argumentierte) und wurde schließlich in den 1980er Jahren mit der Rückkehr und Einkehr von Medientheorie, Körperdenken, Beschäftigung mit Dinghaftigkeit und Rückkehr anthropologischer Ansätze forciert.


Es geht um Körper vs. Abstraktum, es geht um Ding vs. Begriff, und es geht um individuelle Betrachtung vs. allgemeine Formel. Denn: Natürlich, keiner hat einen Stuhl im Kopf, nur weil er einen Begriff von der Idee „Stuhl“ hat. Andererseits ist es ja schön, wenn man die Idee „Stuhl“ formulieren kann.
Mit Beiträgen aus Architekturtheorie, Kunst-, Literatur- und Musikwissenschaft,
künstlerischer Forschung und einem Film, in dem Horst Köhler, Peter Sloterdijk und Peter Weibel die Hauptrollen spielen.

Christoph Windgätter - Verpackungen des Wissens

Verpackungen des Wissens

Windgätter, Christof (Hg.): 
Verpackungen des Wissens. Materialität und Markenbildung in den Wissenschaften.
Heft 2/2012: Maske und Kothurn. Internationale Beiträge zur Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Wien (Böhlau).

Seit einiger Zeit schon sind die Medien- und Kulturwissenschaften ebenso wie die Wissenschaftstheorie daran gewöhnt, die sozialen, historischen, technischen oder operationalen Bedingungen des Wissens zu thematisieren. Nun scheint es an der Zeit, dieses Ensemble durch eine Epistemologie der gestalteten Formen zu ergänzen. Sie würde nicht nur zeigen, wie sehr Verpackungsfragen ins Zentrum der Wissensproduktion vorgestoßen sind, sondern auch die These verfolgen, dass eine zeitgenössische Erforschung der Wissenschaften zugleich an einer Markengeschichte des Wissens interessiert sein muss.

Christoph Windgätter - Epistemogramme

Epistemogramme

Windgätter, Christof: 
Epistemogramme. Vom Logos zum Logo in den Wissenschaften.
Leipzig (allaphbed: Hochschule für Graphik und Buchkunst) 2012.

Kaum zufällig sind die Anfänge modernen Wissenschaftsmarketings mit der Geschichte eines Verlags verbunden, dessen einziges Ziel die Verbreitung der Freud’schen Psychoananalyse war. Der 1919 von Freud initiierte ›Internationale Psychoanalytische Verlag‹ gehört zu den Wegbereitern moderner Buchgestaltung.

 

 

 

 

Stephan Günzel - Texte zur Theorie des Raums

Texte zur Theorie des Raums

Günzel, Stephan (Hg.):
Texte zur Theorie des Raums.
Stuttgart: Reclam 2012.

Der Raum spielt in den letzten Jahren in den Kulturwissenschaften eine immer bedeutendere Rolle. Stephan Günzel, Professor für Medientheorie an der Berliner Technischen Kunsthochschule, hat in diesem Band die wichtigsten Texte von Herder, Clausewitz und Benjamin über Derrida und Agamben bis zu Said und vielen anderen zusammengestellt und führt in einleitenden Essays zu den jeweiligen Kapiteln »Kultur«, »Medium«, »Politik« und »Wissen« in das Thema ein.

 

 

Stephan Günzel - Egoshooter

Egoshooter

Günzel, Stephan (Hg.):
Egoshooter. Das Raumbild des Computerspiels.
Frankfurt a.M./New York: Campus 2012.

Computerspiele haben eine eigene digitale Ästhetik, die eine besondere Raum- und Bilderfahrung ermöglicht. Diese spezifische Erfahrung und damit der mediale Charakter von Computerspielen rücken in diesem Buch erstmals ins Zentrum des Interesses. Egoshooter, aufgrund ihrer Gewaltdarstellung wie kaum ein anderes Populärmedium in der Kritik, erfahren dabei eine Neubewertung: In diesen Spielen fließen nicht nur die beiden mächtigsten Stränge der europäischen Bildtradition von Zentralperspektive und Kartendarstellung zusammen; sondern diese sind auch zu einem einzigartigen Raumbild weiterentwickelt.

Das Buch zeichnet die Geschichte der Computerspiele seit den 1970er Jahren bis heute nach und bietet neben einem Überblick über die aktuellen Positionen in den Game Studies eine Einführung in die Medienanalyse mit Mitteln der Bild- und Raumtheorie.

 

Miriam Goller - Betaeubung - Plurale

Betäubung - Plurale

Goller, Mirjam / Heldt, Guido / Silbermann, Jörg / Skowronek, Thomas (Hg.):
Betäubung – Plurale.
Zeitschrift für Denkversionen (8) S. 268, 2010.

Plurale ist eine transdisziplinäre Zeitschrift, die in jeder Ausgabe Stimmen unterschiedlicher Wissenschaften und Künste zu einem je neuen Thema versammelt.

Betäubung – Anästhesie – wird hier im Zusammenhang mit Ästhetik verhandelt, als ihr Gegenteil, ihre Grundlegung, im Komplementärphänomen.
Mit Beiträgen aus Kunst-, Kultur- und Literaturwissenschaft, Medizingeschichte und Philosophie.

 

 

Christoph Windgätter - Wissen im Druck

Wissen im Druck.

Windgätter, Christof (Hg.):
Wissen im Druck. Zur Epistemologie der modernen Buchgestaltung.
Wiesbaden (Harrassowitz) 2010.

Dem Buch haftet seit Beginn der Moderne etwas Altertümliches an; sei es durch die Herausforderungen der empirischen Wissenschaften, die sich nicht mehr langer auf eine Gelehrsamkeit der Texte beschranken wollen, sei es durch die Euphorie um elektronische Bilderwelten oder virtuelle Netzwerke, die an die Stelle einer papiernen Ordnung des Wissens getreten sein sollen. Gleichwohl hat die Moderne eine reiche Tradition buchwissenschaftlicher Forschungen hervorgebracht; in den letzten Dekaden auch durch die Karriere medienhistorischer Ansatze ergänzt. Die Koppelung dieser Perspektiven ist ebenso selten wie unausgeschöpft. Dabei eröffnet sie ein Forschungsfeld, das dem Buch nicht mehr nur unter ökonomischen, ästhetischen oder technischen Gesichtspunkten begegnet, sondern in dem sich auch die Frage nach dem Verhältnis von Wissensproduktion und Buchdesign zu stellen beginnt.


Der von Christof Windgatter herausgegebene Sammelband Wissen im Druck, der aus einer Tagung am Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte hervorgegangen ist, verfolgt diese hybride Fragestellung. Er versucht sich ebenso modellhaft wie materialorientiert einer Erforschung druckgraphischer Elemente als Bedingungen der verschiedenen Wissenstypen zu nahern. So zeigt sich, dass Herstellung und Darstellung, Produktion und Präsentation nicht als gesonderte Bereiche funktionieren, sondern dass das Layout von Buchern ab der Mitte des 19. bis zum letzten Drittel des 20. Jahrhunderts zunehmend den Platz eines epistemischen Agens erobert hat.