Erfolgsgeschichten

    • News 2018_10_18 Erfolgsgeschichte Regina Mayr

    Regina Mayr

    Regina Mayr hat Illustration am Campus Hamburg studiert. Wir haben sie zum Interview getroffen:​

    Sie haben Illustration am Campus Hamburg der University of Applied Sciences Europe erfolgreich mit dem Bachelor abgeschlossen. Es gibt in Hamburg viele Hochschulen, die einen künstlerisch geprägten Zweig bieten. Warum haben Sie sich damals für die University of Applied Sciences Europe entschieden?

    Ich kam im Februar 2015 zusammen mit meinem Mann aus Irland nach Hamburg, hatte gerade meinen dortigen Job und eine Heimat von beinahe sieben Jahren Dauer mit vielen internationalen Freunden verlassen und hatte das Gefühl, dass mit dem Umzug, der für mich unverbrauchten Umgebung und dem Angesparten jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt wäre, meiner eigentlichen Leidenschaft der Kunst nachzugehen. Hamburg hat ja viele Angebote in dem Bereich. Ich bin einer von den Menschen, dessen Eltern es eigentlich nur gut meinten und mir zu einem „richtigen“ Job rieten. Zeichnen könne ich auch in meiner Freizeit. Dass jedoch viel Freizeit und Entfaltungsmöglichkeit zwischen Arbeit, Schlafen, Freunde, Essen etc. nicht mehr übrigbleibt, war uns allen zu Beginn gar nicht so bewusst. Und irgendwann merkt man das noch einmal mehr, wenn der Job nicht mehr so erfüllt, wenn man abends und am Wochenende da sitzt und über Änderungen im Leben grübelt. Jedenfalls hier in Hamburg angekommen, sah ich etliche Angebote und darunter war auch das der University of Applied Sciences Europe. 
    Es gab einen Infoabend bei dem ich war. Ilona Klück hatte damals noch die Leitung  und für mich und meine Fragen, meine Zweifel ob ich ein Studium schaffen könne Zeit. Ich stand nämlich auch da und wusste nicht, ob ich es wirklich, wirklich wagen sollte. Aber wenn nicht jetzt, wann dann? Die Hochschule kam angenehm locker rüber, das mochte ich. Dass es kleine Kursgruppen gab, fand ich beruhigend, denn so hatte man vielleicht mal die eine oder andere Minute mehr Zeit für Fragen an den Kursleiter. Auch der Standort sprach für sich. Bei anderen Hochschulen/Unis hatte ich die Befürchtung, dass bis zum Start ich nicht mehr den Mut hätte, weil ich mir für den Übergang einen Job gesucht hätte. Die Komfortzone von Beständigkeit und Gehalt dann nochmal zu verlassen, wer weiß ob ich das hinbekommen hätte. Dass die UE auch im April startet, kam mir daher sehr entgegen. Während die Umzugskisten langsam entleert wurden, füllte sich meine Mappe mit Werken. Das Bewerbungs- und Mappengespräch kam alles ganz fix aufeinander. Meine Mappe und ich konnten überzeugen und ich wurde gefragt, ob ich es denn schaffen könne, in wenigen Wochen mit dem Studium zu starten. Wow, ich hatte es geschafft, die wollten mich alten Hasen wirklich? Die haben in meiner Mappe und mir etwas gesehen, das sie überzeugt? “Dafür bin ich hier!” war ungefähr meine Antwort. Und dann ging das Abenteuer am 1. April los.

    Am Campus Hamburg war immer was los: z. B. Auslandssemester, Praktika und Ressortarbeit. Welches Studien-Erlebnis ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

    Der Bachelor natürlich! Eigentlich ein absoluter Ausnahmezustand aber wiederum genau das, was ich die ganze Zeit schon angewandt, geübt, gelernt hatte. Nur intensiver und fokussierter. Meine Lerngruppe trug auch viel dazu bei, wir wuchsen aneinander und miteinander, halfen uns auf, haben gemeinsam gelacht oder uns getröstet, aber beständig vorwärts gepusht. Das Umfeld der Hochschule bot die richtige Menge an Freiheit aber auch Rücksprachemöglichkeit mit den Betreuern, wenn mal Fragen aufkamen. Selbst Professoren und Dozenten, die nicht direkt mit unserer Abschlussarbeit in Verbindung waren, haben uns ihre Hilfe angeboten. Das Semester war im Nachhinein viel zu schnell vorbei. Es war eine tolle Erfahrung und ein wunderschöner, sommerlicher Abschluss!

    Die Studierenden haben einen Slogan gewählt. „Create your story. Inspire the world.“ Welche Erfahrungen aus Ihrem Studium unterstützten Sie darin, Ihren ganz persönlichen Karriereweg einzuschlagen? Was hat Sie zu diesem Weg inspiriert?

    Da sind schon zwei Schlagwörter drin, die genau auf den Punkt bringen, was ich mit meiner Kunst ausdrücken möchte. Ich erzähle einfach gern Geschichten mittels Bildern; welche die zum Nachdenken anregen, welche die Freude bereiten, bezaubern, inspirieren. Viele Techniken, die ich hier gelernt habe, wie Monotypie, Collage, Mischtechniken, waren Wegbereiter, gaben mir das richtige Werkzeug in die Hand. Kurse, die mir die Möglichkeit gaben, mich intensiver mit einem Thema zu befassen – wie der Comic-Kurs oder Editoriale Illustration, Animation und Texten – halfen mir, eine Aufgabe mal von A bis Z durchzuarbeiten. Denn erst wenn man bis zum Schluss kommt, weiß man um die eigenen Problemzonen, die ganzen Herausforderungen und Tücken, die man natürlich bei der Bachelorarbeit dann vermeiden möchte und kann. Jedenfalls habe ich während des Studiums gemerkt, was mir liegt, wo meine Gewässer sind und wie ich mich in diesen fortbewegen kann, um zu einem guten Ergebnis zu kommen. 

    Geschichten erzählen begleitet uns ja schon seit unserer Kindheit. Ich habe schon immer gern Leuten zugehört, Geschichten aufgesogen und die Augen auch für kleine Dinge offengehalten. Das künstlerisch umsetzen zu können, war und ist mein Ziel.

    Erzählen Sie uns von einem Beispiel Ihrer Studienzeit, bei dem es sich gelohnt hat, bekannte Pfade zu verlassen / über eigene Grenzen hinauszugehen? Was hat Sie dabei unterstützt?

    Das Abschluss-Projekt für den Comic-Kurs hat mir Kopfzerbrechen bereitet. Ich habe in den Kursen davor größtenteils digital gearbeitet. Das ging schneller für mich, dort hatte ich alle bekannten Tools. Aber ich brauchte was Haptischeres, das wollte mir die Geschichte abverlangen, das brauchte die Geschichte um wirken zu können. Mit meinen digitalen Kenntnissen wurde ich mir und meiner Geschichte nicht gerecht. Ich saß lange da, hab Skizzen gemacht, Ideen entwickelt und von einer Seite auf die andere gerollt. Da war in mir eine Blockade, die zuerst gebrochen werden musste: die Angst analog nicht so gut arbeiten zu können wie digital. Da kann man ja alles weg machen, neu starten, auf unterschiedlichen Ebenen arbeiten, Texturen austauschen und, und, und. Analog darf dir der Tee nicht auslaufen, die Katze nicht drüber laufen (wobei beides sicher auch recht lustig sein könnte), das Papier nicht knicken, da muss der Strich sitzen oder falls nicht, muss es trotzdem gut wirken. Du musst letztendlich mit der Seite zufrieden sein oder noch mal neu starten. Und dann nahm ich den analogen Stift in die Hand. Das Werk wurde ein wichtiger Wegbereiter für meine Bachelorarbeit und für mich eine der liebsten Arbeiten, die in der ganzen Studienzeit entstanden sind. Ich musste mich nur trauen und mir vertrauen, dann hat es geklappt.

    Sie haben ursprünglich eine Ausbildung zur Ergotherapeutin gemacht und dann für einige Jahre erfolgreich für ein international agierendes Unternehmen in einem ganz anderen Bereich gearbeitet. Was hat Sie dazu bewegt, sich doch noch für ein gestalterisches Studium zu entscheiden? Erzählen sie uns von diesem Prozess.

    Ja, genau. 

    Die Ergotherapie war damals für mich der Kompromiss zwischen Kunst und „einer Ausbildung zu einem Job, den man immer brauchen und nutzen kann”. Mein Mann hat nach seinem Studium allerdings eine Stelle in Irland gefunden. Dort ist die Ergotherapie jedoch ein Studium und mit meiner Berufsfachschulausbildung hatte ich dort Anerkennungsprobleme. Allerdings gab es für deutsch/englisch-sprachige Menschen viele Angebote, die gut klangen. Wir hatten eigentlich damit gerechnet, ungefähr ein Jahr dort zu bleiben und dann weiterzusehen. Aus einem Jahr wurden dann fast sieben – fast über Nacht. In der Firma in der ich gearbeitet habe, kam ich mit ein paar sehr tollen und freundlichen Künstlern in Kontakt. Scheu wie ich war, mussten mich Leute dazu treten, sie um ihre Meinung zu meinen Werken zu bitten. Die fanden meine Arbeiten dann – ganz ehrlich – sehr toll, wie auch mein gesamtes Umfeld dort. Unglaublich. Oft wurde ich gefragt, ob ich das nicht viel lieber ernsthaft machen wollte. Steter Tropfen höhlt den Stein und so wuchs in mir, bestärkt durch das Feedback der Künstler, die Zuversicht heran, daraus mehr machen zu wollen. Also habe ich angefangen Geld zu sparen. Zufälliger Weise bekam mein Mann ein Angebot aus Hamburg und die große Frage stand im Raum, ob wir das Abenteuer wagen wollten, was ich dann machen wollte und ob wir das alles schaffen. Die Antworten darauf waren eigentlich alle (vorsichtig) dermaßen positiv, dass wir unsere Zelte in Irland abbrachen und in Hamburg ein neues Leben starteten.

    Bitte geben Sie uns ein paar Einblicke in Ihre Arbeitsweise. Was inspiriert Sie zu Ihren Comics und Bildern? Wie gehen Sie vom ersten Entwurf bis zur fertigen Illustration vor? Arbeiten Sie mit bestimmten Materialien und Motiven besonders gern?

    Das Leben inspiriert mich, das was ich selbst erlebt habe oder von anderen erzählt bekomme, das was mich berührt, womit ich Gefühle verbinden kann. Wenn diese Dinge in mir räsonieren, dann kommen automatisch Bilder, die Finger zucken und jucken und suchen einen Stift und eine Unterlage. Manchmal braucht es jedoch recht lange, bis ich eine Geschichte wirklich fertig bekomme. Da war während des Studiums und des Nebenjobs noch nicht so viel Zeit. Jetzt nach dem Abschluss wird sich das aber sicherlich ändern. Aber der Kopf ist voll und die Skizzenbücher gespickt mit Ideen. 

    Meistens sind es Bilder, die mir im Kopf zu einer Geschichte umherschwirren, die skizziert werden wollen. Ich will unterschiedliche Versionen testen, fühlen wo sich die Komposition am besten macht. Dann geht’s an ein Werk oder gleich mehrere und dann wieder zurück zu Skizzen für weitere Ideen. Meistens gebiert ein fertiger Abschnitt Ideen für die nächsten Skizzen oder die darauf folgenden Skizzen sind so gut, dass die vorherige Arbeit weg und noch mal gemacht werden muss. Dies geschieht auch, weil man merkt, dass man im Prozess dazu lernt, an sich wächst. Das muss man zulassen dürfen und wollen. Darum fange ich meistens nicht auf Seite eins an, sondern mitten drin, um mich zu allen Seiten entfalten zu können – und das im wahrsten Sinne des Wortes!

    Ich arbeite gerne mit Texturen, ich sammle sie, digital wie analog. Teste gerne Drucke aus, fahre mit meiner Walze über Oberflächen, mache Abklatsche, freue mich über „Unfälle”, die eigentlich super sind, weil man so gerade irgendwas tolles entdeckt hat, was man brauchen kann. Und ich arbeite gern digital, mit Collagen natürlich, um meine Texturen anwenden zu können, aber auch analog mit Schere und Klebestift, mit schwarzem Buntstift und Kreide. Satte Farben mit harten und weichen Übergängen.

    Bei Motiven dürfen es gerne ruhigere Bilder sein, die einen nicht direkt anschreien, sondern einen einladen, sich mit der Arbeit auseinandersetzen zu wollen, die feinen Details in sich aufzunehmen und selbst Geschichten zu finden – wenn man denn mag. Es sind dann doch die ruhigeren Bilder, mit denen ich mehr ausdrücke, auszudrücken vermag. Das ist meine ganze Art, vom großen Zeh bis zum fertigen Bild.

    Wo soll es mal hingehen? / Was ist Ihr Traum? Was wollen Sie in zehn Jahren erreicht haben?

    Erst mal geht’s wieder zu meinem Mann, der wartet schon in London auf mich. Mein Traum ist, dort neue Geschichten zu finden, aber auch Zeit zu haben, die eigenen Geschichten endlich mal auszuarbeiten, rauszulassen und zu Papier zu bekommen. Gleichzeitig, auch durch ein loses Künstlerkollektiv, das sich hier an der Hochschule zusammengefunden hat, Aufträge zu bekommen und, ja, die Geschichten mit Menschen teilen zu können, die ähnlich schwingen wie ich. Um dadurch die Freude und Erfüllung zu spüren, die jeder hat, wenn er seinen Platz im Leben gefunden hat. Der Künstler und Illustrator Oliver Jeffers beispielsweise hat mich da sehr inspiriert und mir den Mut gegeben, dass sowas machbar ist. 

    Was ist Ihr Tipp an die zukünftigen Studierenden der University of Applied Sciences Europe im Fachbereich Art&Design? Was sollten sie an der Hochschule nutzen? Worauf sollten sie bei ihrer Entwicklung achten?

    Also, wenn ich zeitreisen könnte und meinem jüngeren ich gegenüber stünde, würde ich mir Mut und einen Tritt geben. Mut um meinem Herzen zu folgen, weil dieses eigentlich genau weiß, was es will. Den Tritt, um aus der Komfortzone rauszukommen und fleißig zu sein. Mein Tipp ist daher, tief in sich reinzuhören. Dreieinhalb Jahre klingen nach viel, aber das ist schneller vorbei als man meint. Kann man das Engagement aufbringen und fühlt man tief in sich diesen unbedingten Wunsch, künstlerisch schaffen zu wollen, ist es nur noch eine Frage der Arbeitswilligkeit. Fleiß ist eine wichtige Tugend, hilft ja nix, wenn man tolle Ideen hat, sie aber nicht zu Ende bringt. Man sollte alles an der Hochschule nutzen, was einen inspiriert und interessiert, aber auch offen sein, Neues zu entdecken, über den Tellerrand blicken.

    Was ist Ihr Tipp an die zukünftigen Studierenden der University of Applied Sciences Europe? Was sollten sie an der Hochschule nutzen? Worauf sollten sie bei ihrer Entwicklung achten?

    Lieber zukünftiger Studierender: Schaffe dir ein kreatives Umfeld! Hat dich etwas im Unterricht gefesselt, aber noch nicht befriedigt, forsche selbst weiter, frage Dozenten und Professoren nach Tipps um Feedback. Lass alles zu und wachse damit an dir. Teste an der Hochschule in den Kursen und zuhause aus, was dich bewegt. So viel Zeit wie zu Studienzeiten hast du im Anschluss vermutlich  nicht wieder. Und wenn das auch mal heißt, dass das Feedback zwar aus der Sicht des anderen so richtig ist, aber gar nicht mit dir korrespondiert, dass du auch mal deinen Weg weitergehst, bis zum Schluss und dann selbst zurückblickst und guckst, war das jetzt richtig so? Bringt dir ja nix, wenn du dich in eine Richtung verbiegst, die du einfach nicht bist. Reflektiert und mit offenem Geist zu arbeiten, ist schließlich nicht nur als Künstler wichtig. Aber denk immer daran, dass an der Hochschule nur eine Basis, eine Plattform für dich geschaffen wird, ein Acker bereitgestellt wird, auf dem du dich austoben kannst und den du bearbeiten musst. Man ist danach nicht fertig, sondern dann fängt es erst an, dann wird’s richtig spannend.

    Zum Abschluss: Beschreiben Sie Ihr Studium in drei Worten!

    Alles. Wird. Gut.

    In unserem Youtube Video könnt ihr noch mehr über Regina Mayr erfahren. Besucht auch gerne ihren Instagram Account.

    Mascha Camino

    Mascha Camino, studiert Game Design am Campus Berlin. Weiterhin ist sie auch neben ihrem Studium in der Games-Szene sehr engagiert. Besonders der gesellschaftliche Bereich der Diversität liegt ihr dabei am Herzen. Wir haben sie zum Interview getroffen:


    Es gibt gerade in Berlin viele Hochschulen, die einen künstlerisch geprägten Zweig bieten. Warum haben Sie sich für die University of Applied Sciences Europe entschieden?

    Ich habe mich für die University of of Applied Sciences Europe – ehemals BTK – entschieden, weil mir sehr gefallen hat, dass es bei dem Game Design B.A.-Studiengang einen Fokus auf die Indie-Branche gibt. 

    Ich bin total froh, dass wir auch die Möglichkeit haben, in kleinere Unternehmen reinzuschauen und tatsächlich mit Entwicklern in Kontakt zu kommen. Vor allem, weil ich zu meiner Bewerbungszeit viel Limbo und The Binding of Isaac gespielt habe und dann natürlich auch total gespannt darauf war, wie es ist, in einem kleinen Entwicklerteam Spiele zu entwickeln. Und ich bin auch ehrlich, es war mir wichtig einen Bachelor zu machen und ich war sehr eingeschüchtert von der htw und hatte gehört, dass die G.A. sehr teuer ist und leider kein Bachelor Programm hat. 

    Am Campus Berlin ist immer was los: z. B. Auslandssemester, Praktika und Ressortarbeit. Welches Studien-Erlebnis ist Ihnen bislang besonders in Erinnerung geblieben?

    Da ich erst im vierten Semester bin, habe ich noch kein Praktikum absolviert, bin jedoch gerade in der heißen Bewerbungsphase.
    Wir haben aber im Game Design-Studiengang ein sehr cooles Event auf die Beine gestellt, das heißt „Devolution“ und dabei beleuchten wir die „Development Evolution“ von einem spezifischen Spiel. Das Ganze hat schon angefangen bevor ich an die Uni kam, aber ich fand und finde es super, das ganze wachsen und gedeihen zu sehen. Zudem hatten wir dieses Jahr das zweite Mal einen festen Platz auf dem A.MAZE Festival und das war schon etwas ganz Besonderes. 

    Die Studierenden haben einen Slogan gewählt. „Create your story. Inspire the world.“Welche Erfahrungen aus Ihrem Studium unterstützen Sie darin, Ihren ganz persönlichen Karriereweg einzuschlagen? Was hat Sie zu diesem Weg inspiriert?

    Wir haben tolle Dozenten in unserem Studiengang. Dadurch, dass wir Leute aus der Branche und aus sehr verschiedenen Bereichen bei uns haben, zeigt sich mir, dass man nicht von Anfang an wissen muss, was man nach dem ersten Semester machen möchte, sondern vor Allem, dass man sich für die Dinge bemüht, die einem wichtig sind. Genau das mache ich nun. Ich lerne Coding, Game Design, Art- und Event-Management und dadurch habe ich eine tolle Bandbreite an Erfahrungen gesammelt. Für mich ist es auch so, dass mich gerade Menschen aus einem ganz anderen Bereich als der in dem ich im Moment arbeite, sehr inspirieren. 

    Erzählen Sie uns von einem Beispiel Ihrer bisherigen Studienzeit, bei dem es sich gelohnt hat, bekannte Pfade zu verlassen / über eigene Grenzen hinauszugehen? Was hat Sie dabei unterstützt?

    Im zweiten Semester haben wir unser erstes digitales Spiel gemacht und ich war für die Story und einige Assets zuständig. Wir haben aber erkannt, dass es zu viele Sachen im Code zu tun gibt, weswegen ich mich überwunden habe, auch das Programmieren zu lernen und seit dem Tag finde ich es einfach spitze. 
    Mein Programming-Dozent würde mir sicher sagen, dass ich gerade einmal an der Oberfläche des Möglichen gekratzt habe. Trotzdem hat mich der Gedanke während des Arbeitens unterstützt, mit diesen Kenntnissen ein besseres Spiel abgeben zu können, was letztendlich auch der Fall war. 

    Sie sind Mitorganisatorin der Femisphere, einem Event zur Förderung der Diversität in der Games-Branche. Was hat Sie dazu bewogen, sich in diesem Bereich zusätzlich zu Ihrem Studium zu engagieren?

    Im Laufe meines Studiums habe ich schon einige Events rund um die Gaming Branche besucht und mir ist jedes Mal aufgefallen, dass der Anteil von Männern auf der Bühne und im Publikum deutlich höher ist. Da habe ich mich gefragt, wieso das wohl der Fall ist. Also habe ich mit einigen Frauen und Mädchen aus der Branche gesprochen, vor allem mit denen aus meinem näheren Umfeld. Alle waren sich einig, dass es ihnen eher unangenehm ist auf ein Event zu gehen, weil sie sich vorkommen wie auf einem Präsentierteller. Dieses Gefühl kenne auch ich nur zu gut. Das ist furchtbar, obwohl es eigentlich keinen Grund für diese Empfindung geben sollte. Letztendlich sollte doch der Fokus einer Veranstaltung auf ihrem Thema liegen. Folglich haben wir uns in einem „Event Design“ Kurs mit Lorenzo Pilia gedacht, dass wir gerne einen Ort schaffen würden, an dem man sich einfach wohl fühlt, sich mit jedem unterhalten kann, ohne dass Hintergedanken auftreten. 
    Es gibt so viele talentierte und völlig unterschiedliche Menschen in unserer Branche und wir möchten ihnen ein Sprachrohr und eine Plattform geben, damit sie gehört werden. Dass auch mal Themen angesprochen werden, die vielleicht auf einer sehr formellen Konferenz mit nur-Anzug-Trägern eher unangebracht wären. Jedoch besteht unsere Branche nun mal nicht nur aus perfekten Maschinen, sondern aus Menschen, die alle von Zeit zu Zeit genauso an ihrer Arbeit zweifeln wie jeder andere auch. Ich fände es sehr schön, wenn sich die Gesellschaft so für die Vielfalt öffnen könnte, dass sich jeder einfach so geben kann, wie er oder sie sich wohlfühlt, ohne andere zu verletzen. 

    Bitte geben Sie uns ein paar Einblicke in Ihren Alltag. Wie können wir uns Ihr Studium und Ihr ehrenamtliches Engagement vorstellen?

    Meine Wochen sind in der Regel sehr voll, dazu gehört auch das Wochenende. Es ist mir wichtig zu sagen, dass man sich auch Zeit für seine Projekte nehmen muss, wenn man wichtige Dinge auf die Beine stellen möchte. Es ist nicht so, dass das alles von alleine passiert. Ich versuche jedoch einen ausgewogenen Rhythmus zu leben. Während des Sommersemesters 2018 hatte ich an zwei Tagen keine Lehrveranstaltungen. An diesen vorlesungsfreien Tagen treibe ich Sport, widme mich an einem der Tage komplett einem meiner aktuellen Projekte und an dem anderen vorzugsweise einem Event oder meiner Arbeit. Ich verbringe aber –zum Leidwesen meiner Augen – die meiste Zeit vor dem Computer. Arbeite in Unity, Maya, Photoshop oder einfach in Excel-Tabellen. An den Sonntagen kann ich dann jedoch in vollen Zügen genießen, einfach mal ein bisschen auszuruhen. Denn auch das muss ich mir selber immer wieder sagen: Dass es vollkommen okay ist, einfach mal müde zu sein oder sich mit einem Buch/Comic/Spiel auf die Couch zu setzen und den Kopf abzuschalten. 

    Wo soll es mal hingehen? / Was ist Ihr Traum? Was wollen Sie in zehn Jahren erreicht haben?

    In zehn Jahren würde ich wahnsinnig gerne in einem Studio irgendwo auf der Welt, mit einem tollen Team an einem Spiel arbeiten, hinter dem ich auch vollkommen stehe. Das wünscht sich glaube ich jeder Game Designer. Am liebsten würde ich für die Konsole oder den PC entwickeln und nicht für den AppStore. Es wäre wahnsinnig toll, an einem Projekt ähnlich Firewatch,What Remains of Edith Finch, The Vanishing of Ethan Carteroder The Long Dark mitzuwirken.
    Außerdem wäre es fantastisch, wenn sich das Femisphere bis dahin immer noch bestünde und weiter etabliert hätte.

    Was ist Ihr Tipp an die zukünftigen Studierenden der University of Applied Sciences Europe im Fachbereich Art&Design? Was sollten sie an der Hochschule nutzen? Worauf sollten sie bei ihrer Entwicklung achten?

    Lasst euch nicht davon abschrecken, wenn ihr keine Vorkenntnisse habt und euch dann manchmal verloren fühlt. Das ist ganz normal und ihr werdet tolle Kommilitonen finden, die euch helfen und denen ihr dann genauso helfen könnt. Auch finde ich wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass, wenn einem mal ein Kurs echt nicht zusagt, es immer noch weitere fünf Kurse gibt, die alle super cool sind. Also setzt eure Energie nicht dafür ein, euch über den dummen Kurs zu ärgern, sondern pumpt sie in die Seminare, die euch Spaß machen! Auch wenn es manchmal auch gut tut, sich kurz zu ärgern. Ich finde, dass man ebenfalls die Projektwochen gut nutzen muss! Denn diese sind eine coole Möglichkeit, mal in andere Studiengänge für eine Woche reinzuschauen. 

    Zum Abschluss: Beschreiben Sie Ihr Studium in drei Worten!

    Chaotisch, Spannend, vielfältig

    Ihr wollt mehr von Mascha hören? Besucht doch mal Mascha Caminos Instagram Account und freut euch jetzt schon ihren Bericht über ihre Eindrücke aus dem Praktikumssemester!

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    Lennart Menkhaus

    Lennart Menkhaus, studiert Illustration am Campus Hamburg, hat bereits zum zweiten Mal Merchandise und mehr des Deichbrand Festivals gestaltet. Wir haben ihn zum Interview getroffen:


    Sie studieren Illustration am Campus Hamburg der University of Applied Sciences Europe. Es gibt in Hamburg viele Hochschulen, die einen künstlerisch geprägten Zweig bieten. Warum haben Sie sich für die University of Applied Sciences Europe entschieden? 

    Der Grund war relativ simpel: Die HAW hatte damals zum Sommersemester keine Studierenden angenommen. Im Nachhinein bin ich jedoch ganz glücklich, dass ich mich im Bereich Art&Design der Universitiy of Applied Sciences Europe (ehemals btk) eingeschrieben habe. 

    Am Campus Hamburg ist immer etwas los: z. B. Auslandssemester, Praktika und Ressortarbeit. Welches Studien-Erlebnis ist Ihnen bislang besonders in Erinnerung geblieben? 

    Natürlich das Praktikumssemester! Ich denke, dass keine Uni weltweit einen so guten Einstieg ins Berufsleben geben kann, wie das Berufsleben selbst. Auch wenn ein Praxissemester bei einem Festivalveranstalter vielleicht nicht das Erste ist, woran man bei einem Illustrationsstudenten denkt. 

    Die Studierenden haben einen Slogan gewählt. „Create your story. Inspire the world.“ Welche Erfahrungen aus Ihrem Studium unterstützen Sie darin, Ihren ganz persönlichen Karriereweg einzuschlagen? Was hat Sie zu diesem Weg inspiriert? 

    Wichtig ist mir, alles was ich mache, aus den verschiedensten Perspektiven zu betrachten. Nicht zu schnell zufrieden zu sein und weiter zu probieren, Alternativen zu entwickeln. Sich Inspiration zu holen, Denkanstöße geben zu lassen und lernen, sich selbst zu reflektieren. Und natürlich immer Neues zu versuchen – vielleicht sogar das, was eigentlich gar nicht möglich schien. 

    Erzählen Sie uns von einem Beispiel Ihrer bisherigen Studienzeit, bei dem es sich gelohnt hat, bekannte Pfade zu verlassen / über eigene Grenzen hinauszugehen? Was hat Sie dabei unterstützt? 

    Am meisten dabei unterstützt hat mich der dauerhafte Input an Inspiration. Man bekommt in den Kursen sehr viele Möglichkeiten aufgezeigt. Techniken und Material vorgelegt, die einem bei der eigenen Umsetzung helfen. Dinge auf die man sonst nicht unbedingt selber gestoßen wäre. Das ist für mich tatsächlich die eine super Unterstützung, um von der eigenen Arbeit ausgehend den schon bekannten Pfad zu verlassen. 

    Sie haben im Jahr 2017 ein Praktikum bei Deichbrandfestival gemacht und mit der Art Direktorin eng zusammengearbeitet. Was hat Sie dazu bewogen, sich einen Praktikumsplatz bei einem Festivalveranstalter zu suchen? 

    Mir war immer schon wichtig, etwas zu machen was mir gefällt. Musik kam mir da sofort in den Sinn. Da ich mich auch für Merchandise interessiert habe, lag es eigentlich auf der Hand. Daraus folgend habe ich versucht, irgendeine Verbindung zwischen meinen Fähig- und Fertigkeiten und der Branche aufzubauen und mich dann einfach beworben. 

    Sie sind auch beim Deichbrand 2018 als Werkstudent tätig. Bitte geben Sie uns ein paar Einblicke in Ihren Alltag. Wie können wir uns Ihre Tätigkeit dort vorstellen? 

    Sehr viel gibt es da gar nicht zu erzählen. Zusammen mit der Art Directorin habe ich unter der Woche Meetings, in denen wir alles besprechen. Dort tauschen wir Ideen aus und gehen Schritt für Schritt alles durch was gebraucht wird. Das Hauptding, das es mit Illustrationen zu bespielen galt, waren natürlich die Bühnen. Danach kamen dann der Merchandise sowie Bauzäune und ähnliche Aufbauten, die illustriert werden sollten. Das Wichtigste zuerst. So sind wir dann Schrittweise, Woche für Woche vorangekommen. Gezeichnet habe ich dabei hauptsächlich von zu Hause aus und musste mich nicht in den Veranstaltungsbüros hinsetzen. 

    Bitte beschreiben Sie uns Ihren kreativen Schaffensprozess. Wie gehen Sie die Entwicklung eines Motivs oder einer Illustration an? 

    Das ist gar nicht leicht zu beantworten, weil es für mich immer auch Situationsabhängig ist. Die Ideen eines Illustrators speisen sich schließlich auch immer aus den Erfahrungen und Eindrücken, die er oder sie bereits im Leben gemacht hat. Bei mir kommt es deshalb immer auf das Motiv an. Manchmal habe ich unmittelbar eine Idee im Kopf und zeichne dann direkt drauf los. Und manchmal muss ich doch länger überlegen. In letzterem Fall lasse ich mich von zu bearbeitenden Thema inspirieren und schaue mir viele Dinge die damit in Zusammenhang stehen an. Da ist von Filmen, über Musik bis hin zu Fotos und natürlich Illustrationen alles Mögliche dabei.  #

    Und die Motiventwicklung?

    Das kann ich so nicht sagen. Wichtig ist mir als Erstes, die nötige Zeit zu haben, um mich voll und ganz meinem Berufswunsch „Illustrator“ zu widmen. Da man im Studium natürlich noch nicht die Zeit hat, um sich voll und ganz auf den Job zu konzentrieren, muss ich das alles erstmal richtig kennenlernen. In welche Branche es genau gehen soll, das kann ich auch noch nicht sagen. Vielleicht weiter im Musikbereich, das macht schon Laune. Aber vielleicht auch etwas ganz anderes. Das möchte ich mir gern offen halten. 

    Was ist Ihr Tipp an die zukünftigen Studierenden der University of Applied Sciences Europe im Fachbereich Art&Design? Was sollten sie an der Hochschule nutzen? Worauf sollten sie bei ihrer Entwicklung achten? 

    Am wichtigsten für mich war, dass alles was ich gemacht habe, noch einmal zu überdenken. Viel zu schauen, was Andere machen und zu lernen, mich selbst im Schaffensprozess und die Qualität meiner Arbeiten einzuschätzen. 

    Zum Abschluss: Beschreiben Sie Ihr Studium in drei Worten! 

    Inspiration, Denkanstoß, Selbstreflektion.

    Besucht doch mal Lennart Menkhaus Homepage oder seinen Instagram Account

     

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    • Erfolgsgeschichte Felix Hülpüsch
    • Erfolgsgeschichte Felix Hülpüsch 1
    • Erfolgsgeschichte Felix Hülpüsch 2
    • Erfolgsgeschichte Felix Hülpüsch 3

    Felix Hülpüsch

    Felix Hülpüsch, Kommunikationsdesign, Abschluss 2013, stellte dieses Jahr auf der Millerntor Gallery aus. Wir haben ihn zum Interview getroffen:


    Sie haben Kommunikationsdesign am Campus Berlin der University of Applied Sciences Europe studiert. Es gibt in Berlin viele Hochschulen, die einen künstlerisch geprägten Zweig bieten. Warum haben Sie sich damals für die University of Applied Sciences Europe entschieden?

    Nach meiner Ausbildung zum Mediengestalter hatte ich den Wunsch, durch ein Studium meinen Horizont zu erweitern und Neues kennenzulernen. Die University of Applied Sciences Europe (damals noch BTK – Hochschule für Gestaltung) hatte mir auf Anhieb gefallen, weil es in meinem Wunsch-Studiengang Kommunikatioosdesign interessante Module und Professoren gab. Die Möglichkeit, in andere Disziplinen wie Motion Design oder Fotografie reinzuschnuppern, hatte mich restlos überzeugt. Das Konzept von kleinen Lerngruppen und auch die Nähe zur Praxis waren mir ebenfalls sehr wichtig. Somit fiel die Entscheidung am Ende recht einfach. 

    Am Campus Berlin ist immer was los: z. B. Auslandssemester, Praktika und Ressortarbeit. Welches Studien-Erlebnis ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

    Das Bachelorsemester war eigentlich die intensivste Zeit, weil wir als Gruppe die komplette Vernissage der Abhschlussausstellung organisiert und gestaltet haben. Das hat uns Absolventen sehr zusammengeschweißt. Vor allem die Entwicklung meiner Bachelorarbeit »Schöne Jugend«, ein illustrierter Gedichtband zu den Werken Gottfried Benns, wird immer ein Highlight für mich belie. Die Entwicklung und gesamte Produktionsplanung waren tough, aber dieses Buch ist bis heute ein ganz besonderes Erinnerungsstück ans Studium und macht mich nach wie vor Stolz.

    Die Studierenden haben einen Slogan gewählt. „Create your story. Inspire the world.“ Welche Erfahrungen aus Ihrem Studium unterstützen Sie darin, Ihren ganz persönlichen Karriereweg einzuschlagen? Was hat Sie zu diesem Weg inspiriert?

    Was mir sehr geholfen hat, war der Tipp von einem Prof., auch mal ungewöhnliche Wege zu gehen, um seine Ziele zu erreichen. Das findet sich sowohl in meinen Arbeiten wieder, begleitet mich aber auch stetig in meinem privaten Alltag, da man einfach niemals planen kann, was als Nächstes kommt. Ich finde zudem enorm wichtig, dass man Spaß an dem hat, was man kreiert, sich und sein Schaffen aber auch konsequent reflektiert. Nur so kann man das Maximum aus sich herausholen. 

    Erzählen Sie uns von einem Beispiel Ihrer Karriere, bei dem es sich gelohnt hat, bekannte Pfade zu verlassen / über eigene Grenzen hinauszugehen? Was hat Sie dabei unterstützt?

    Nach einigen negativen Erfahrungen mit dem Leben im Angestelltenverhältnis, hatte ich mich 2016 entschieden, ein halbes Jahr Pause von der regulären Arbeitswelt als Grafiker zu machen und nur zu Malen. Es war für mich im Nachhinein die beste Entscheidung, mal den Bürostuhl mit der hauseigenen Staffelei zu ersetzen und einfach großflächige Formate und Aufträge zu malen. Es war gut für meine Selbstfindung und hat mich auch in meiner Stilfindung geprägt. Unheimlich schön für mich war auch, dass meine Familie und mein Freundeskreis mich darin bestärkt haben, mal einen Break zu machen und mich um meine Leidenschaft zu kümmern. 

    Wieso haben Sie sich den Künstlernamen Hülpman gegeben? 

    Das kam witzigerweise über einen Freund, der meinen Nachnamen Hülpüsch nie aussprechen konnte und dann irgendwann mit »Ey Hülpman, wat los?« um die Ecke kam. Ich wollte meine Kunst nicht unter meinem früheren Sprühersynonym ausüben und war auf der Suche nach einem ungewöhnlichen Namen, welcher einprägsam ist. Da kam mir die Verbindung zu meinem Familiennamen und dem »Man« in einem Wort sehr gelegen, weil es so auch Freunden mit einer anderen Muttersprache als Deutsch so möglich ist, den sich den Namen leicht zu merken.

    Sie haben viele Stationen in Ihrer Karriere durchlaufen und sind mittlerweile sehr erfolgreich als Street Art-Künstler. Wie kam es zu diesem Werdegang?

    Ich habe in mehreren Agenturen in Berlin und Hamburg gearbeitet und betreibe nun schon seit 20 Jahren Graffiti. Gezeichnet habe ich mein Leben lang. Mit kurzer Unterbrechung während meiner Ausbildung habe ich vor zehn Jahren wieder angefangen, intensiver zu illustrieren und auch wieder zu sprühen. Was am Anfang immer einen Ausgleich zum Büroalltag dargestellt hat, entwickelte sich zu meiner größten Leidenschaft. Ich zeichne eigentlich jeden Tag und probiere mich an verschiedensten Medien aus: Schuhe, Caps, Leinwände, Wände, Holz … Malen gehe ich mit meinen Freunden auch privat regelmäßig, da kann man mal den Alltag zur Seite packen und abschalten. Durch meinen sehr hohen Output an Arbeiten und der Entwicklung eines sehr markanten Stils sind meine Werke und Beteiligungen auch dank Social Media nun einer breiteren Masse zugänglich geworden, wodurch sich die Anfrage für Festivalteilnahmen und für tolle Aufträge ergeben hat. Die Entwicklung dieser selbstständigen Tätigkeit und das Feedback sind durchweg bombastisch! Das führt bei mir jedoch nicht dazu, mich auszuruhen, sondern befeuert mich nur noch weiter darin, meinen Weg zu gehen und hart an mir zu arbeiten.

    Sie stellen 2018 in der Millerntorgallery aus. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

    Unser Team (Scribblaholics mit Alain Welter und Mika Sitter – ebenfalls Absolventen der University of Applied Sciences Europe) konnte sich bei mehreren Live-Sketchbattles unter Beweis stellen wie unter amderem dem Secret Wars-Event. Hier kam die Connection zu Anna Lafrenz, der Kuratorin der Millerntor Gallery, zustande. Nach einem ersten Gespräch habe ich mein Portfolio geschickt. Das Feedbackdarauf war super und dann habe ich mein Konzept ausgearbeitet. Nach eineinhalb Wochen voller Action und meiner ersten Teilnahme habe ich tolle Leute vom Team und Viva Con Agua kennengelernt und bin sehr stolz, Teil dieses einmaligen Events zu sein. Neben meiner konzeptionellen Wandgestaltung habe ich noch ein paar Container, einen Roboter und eine weitere Wand gestalten dürfen. Ich habe auch am Eröffnungsabend mit dem Secret Wars Allstar Team gegen Samy Deluxe und seine Mannschaft gebattled, an dem wir 1.600 Euro durch die Versteigerung der finalen Werke für Viva con Agua generieren konnten. Ich hoffe, dass ich auch in Zukunft nochmal Teil dieses tollen Projektes sein kann. Es war sehr intensiv, aber auch super spannend.

    Ihre Arbeiten sind sehr großformatig und dennoch kleinteilig. Bitte beschreiben Sie uns, wie der Entwicklungsprozess abläuft?

    Bei meinen Patternarbeiten, welche ich »Abstracts« nenne, folge ich keinem bestimmten Schema. Ich arbeite sehr gerne Freestyle und lasse mich von meiner Umgebung und dem Alltag inspieren. Ich fange in irgendeiner Ecke an und entwickle dann nach und nach das Motiv. Hierbei arbeite ich stark mit Characters, aber auch typografischen Elementen. Je nach Untergrund arbeite ich mit Markern, Dosen und Acrylfarbe mit Pinseln. Ich achte auch bei Konzeptarbeiten und Aufträgen darauf, immer ein wenig Freiraum für spontane Entscheidungen zu lassen, da ich ein Fan der Improvisation bin. Bei aufwendigen Konzeptwänden arbeite ich auch eine Skizze aus, meist in Schwarzweiß und über das Farbkonzept entscheide fast immer spontan. Thematisch bediene ich mich an Ereignissen, die gerade in der Welt geschehen, lasse mich aber vermehrt durch mein Hamburger und Berliner Umfeld prägen. Der Bezug zu meinem Kiez und meiner Heimat ist dabei sehr wichtig.

    Wo soll es mal hingehen? / Was ist Ihr Traum? Was wollen Sie in zehn Jahren erreicht haben?

    Nach jahrelanger Festanstellung ist für mich der nächste Schritt ganz klar die Selbstständigeit. Zur Zeit läuft es sehr sehr gut, ich stelle regelmäßig aus, male auf Festivals und gebe Workshops. In den nächsten Jahren will ich probieren, meine Kunst als erstes Standbein zu etablieren, weil es mir einfach mehr Spaß macht als klassische Grafik. Diese ist aber zum Überleben auch sehr wichtig oder anders gesagt, es ist immer wichtig mehrere Standbeine zu haben. Mein Traum ist es, einmal ein Werk von mir in einer großen Galerie oder sogar einem Museum zu sehen und eine komplette Hausfassade in meinem Kiez zu gestalten. Zudem will ich durch meine Kunst noch etwas mehr reisen in Zukunft. Familie und Kinder sollten in zehn Jahren hoffentlich auch mitmalen =)

    Was ist Ihr Tipp an die zukünftigen Studierenden der University of Applied Sciences Europe im Fachbereich Art&Design? Was sollten sie an der Hochschule nutzen? Worauf sollten sie bei ihrer Entwicklung achten?

     Wichtig ist, vor allem nicht nur in seinem Bereich zu arbeiten, sondern auch über den Tellerrand zu schauen. Nutzt das vielfältige Angebot und habt vor allem dem Mut, Neues zu probieren. Zudem sollte man Netzwerken. Das ist heute noch für mich sehr wichtig, den es ergeben sich doch immer mal wieder Aufträge durch alte WegbegleiterInnen oder die Zusammenarbeit mit diesen für Projekte. Bei der Entwicklung sollte man auch, wie schon vorher erwähnt, darauf achten, dass man Spaß an der Sache hat und sich auch stets hinterfragt.

    Zum Abschluss: Beschreiben Sie Ihr Studium in drei Worten! 

    Abwechslungsreich, Intensiv, Praxisnah 

    • Erfolgsgeschichte Sylvia Rybak

      Copyright: Sylvia Rybak

    Sylvia Rybak

    Die polnische Studierende Sylvia Rybak, studiert am Campus Berlin Fotografie und befindet sich derzeit in ihrem Praxissemester. Wir haben sie getroffen und ihr einige Fragen gestellt.



    Es gibt eine Menge Kunsthochschulen in Deutschland. Warum haben Sie sich für den Campus Berlin der University of Applied Sciences Europe entschieden?
    Ich habe nach einer Uni gesucht, die mir alle wichtigen Kompetenzen beibringt, um möglichst gut in meinem Bereich zu werden. Außerdem wollte ich mich nicht nur auf den Bereich der Fotografie beschränken, sondern auch andere Studiengänge kennenlernen. Ich konnte mir aus verschiedenen Wahlfächern, die heraussuchen, die mich wirklich interessieren. Zum Beispiel Kommunikationsdesign

    An der UE war immer was los: z. B. Auslandssemester, Praktika und Ressortarbeit. Welches UE-Erlebnis hat Sie besonders geprägt?
    Ich glaube mein Praxissemester hat mich besonders geprägt. Ich hatte die Möglichkeit an Projekten zu arbeiten, die ich sehr faszinierend fand und die völlig anders waren, als alles an dem ich zuvor gearbeitet habe. Es ist schön die Kunstwelt aus einer anderen perspektive und interessante Leute kennenzulernen.
     

    Die UE-Studierenden haben einen Slogan gewählt. „Create your story. Inspire the world.“ Welche Erfahrungen aus Ihrem Studium haben Sie unterstützt, Ihren ganz persönlichen Entwicklungsweg während des Studiums einzuschlagen? Was hat Sie zu diesem Weg inspiriert?
    Als ich mit meinem Studium begonnen habe, war ich mir noch nicht sicher, welche Art der Fotografie mich genau interessiert. Im Studium hatte ich die Möglichkeiten verschiedene Fotografiearten kennenzulernen z.B. dokumentar-, fashion- und inszenierte Fotografie. Das hat mir geholfen herauszufinden was mir wirklich gefällt, aber auch, das Basiswissen für jede der Fotografiearten zu erlernen. 

    Was hat Sie bei der Arbeit an Ihren Projekten begeistert? Was genau macht Sie stolz?
    Besonders stolz bin ich darauf, dass ich von Projekt zu Projekt einen Fortschritt gemacht habe. Ich glaube so ganz ist man nie mit dem Endergebnis zufrieden, aber ich habe über die Zeit einen qualitativen Unterschied festgestellt. Ich denke, dass die Zeit des Studiums, eine Zeit zum experimentieren ist, in der man viele Freiheiten hat. Das finde ich besonders toll. 

    Sie befinden sich gerade in Ihrem Praxissemester. Erzählen Sie uns von Ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten in Ihrem Unternehmen. Warum haben Sie sich für das Unternehmen entschieden?
    Ich arbeite in einer Stiftung, die Künstler im Verkauf unterstützt und Verbindungen zwischen Galerien und Kunden herstellt. Das machen sie, indem sie große Vernissagen in ganz Europa organisieren, bei denen die Künstler ihre Werke umsonst präsentieren können und in direktem Kontakt mit Interessenten, die die Werke kaufen, stehen. Ich habe diese Stiftung gewählt, weil ich mich an eine der Vernissagen erinnert habe, die ich vor einigen Jahren besucht habe. Die Vernissage hat mich damals, aufgrund der Vielfältigkeit und Qualität, sehr beeindruckt. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, die Stiftung zu kontaktieren. Meine Verantwortlichkeiten beinhalten die Katalogisierung der künstlerischen Arbeiten, Verwaltung der Website, Foto Dokumentation und das Aushängen der Werke. Ich arbeite eng mit dem Kurator zusammen und lerne dabei, wie die Kunstindustrie funktioniert, das ist für mich sehr hilfreich. 

    Gab es während Ihres Studiums eine Situation, in dem es sich gelohnt hat den traditionellen Weg zu verlassen und Ihre eigenen Grenzen zu überschreiten? Was hat Ihnen in der Situation geholfen?
    Ich erinnere mich an eine Situation, in der ich ein Bild eines sehr berühmten Fotografen nachstellen musste, der einen komplett anderen Fotografiestil als ich hatte. Ich musste das Foto insgesamt fünf Mal neu aufnehmen. Am Ende habe ich es aber geschafft das Bild, mit denselben Gefühlen des Originals nachzustellen. Ich glaube in der Situation hat mir meine Ausdauer sehr geholfen.  

    Wie geht es bei Ihnen weiter? Was sind Ihre Träume? Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
    Nach dem Bachelor Abschluss, möchte ich mein Studium mit einem Master in Visual Arts oder Set Design fortsetzen. In 10 Jahren möchte ich wahrscheinlich mein eigenes Studio betreiben, in dem ich Auftragsarbeiten und künstlerische Arbeiten machen kann. Ich würde eines Tages auch gerne eine Kunstsammlung und ein Magazin haben. 

    Haben Sie Tipps für UE Studierende? Von was sollten sie an der UE Gebrauch machen? Worauf sollten sie bei ihrer Entwicklung achten?
    Sie sollten definitiv Gebrauch von den Studios machen! Ich glaube es ist auch sehr wichtig die Möglichkeiten zu nutzen, mit den Dozenten, die Profis in ihrem Bereich sind, in Kontakt zu bleiben. Man sollte keine Angst davor haben nach Rat oder Kritik zu fragen. Ich glaube die Leute vergessen, dass die Entwicklung von ihnen selber abhängt und wie viel Energie sie in ihre Entwicklung stecken. 

    Beschreiben Sie Ihr Studium an der UE in drei Worten.
    anregend, ermutigend, umfangreich

    Vielen Dank, für das nette Interview!

    Hier könnt ihr ein paar Arbeiten von Sylvia Rybak sehen:

    http://www.sylviarybak.com/

    https://www.instagram.com/sweetstickyvisuals/

     

    • Erfolgsgeschichte 2018_04_19 Christina Heurig 5

      Copyright: Christina Heurig

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      Copyright: Christina Heurig

    Christina Heurig

    Christina Heurig hat in ihrer Bachelorarbeit einen tiefen Blick in die mystische und schwarz-romantische Welt des Autors E.T. A. Hoffmann geworfen. Der fantastische Plot, in dem der Protagonist der Erzählung “Der Sandmann” agiert, zieht den Leser tief in die Gedankenwelt der Figur. Dabei wird geschickt mit der Vorstellung der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts über altertümliche und moderne Wissenschaft gespielt. Die Absolventin der University of Applied Sciences Europe vom Campus Berlin berichtet im Folgenden über ihre Studienzeit und ihr Bachelorprojekt.



    Am Campus Berlin war immer was los: z.B. Auslandssemester, Praktika und Ressortarbeit. Welches Erlebnis hat Sie besonders geprägt?
    Ein Zusammenspiel aus vielen Erlebnissen! Die Selbstfindung ist im kreativen Bereich besonders essentiell, da sie in der professionellen Arbeit sichtbar ist. 
    Durch die unterschiedlichen Kurse, teils fachfremd, konnte ich mich ausprobieren und testen, was mir wirklich liegt.  Diese Laborphase erstreckte sich auch über zwei sehr unterschiedliche Praktika:  Postproduktion 2D/3D bei PX1 und Szenografie-Assistenz im Studio Babelsberg/HFF Potsdam. Das eine hat mich kommerzielle Perfektion in Print, Retusche, Reinzeichnung und Kundenmanagement der Markenindustrie gelehrt - das andere meine Storytellingskills und Handwerkspraxis (Design und Bau von Sets) im Production Design auf ein komplett neues Level gebracht! 
    Beides ist jetzt essentiell für mich. Ohne den Kontext des Studiums wären die Erlebnisse weniger wert  gewesen, denn in den letzten Semestern konnte ich das Erlernte noch einmal in Theoriemodulen reflektieren und alle Disziplinen in meiner Bachelorarbeit zusammenführen.

     
    Die Studierenden haben einen Slogan gewählt. „Create your story. Inspire the world.“ Welche Erfahrungen aus Ihrem Studium haben Sie unterstützt, Ihren ganz persönlichen Entwicklungsweg während des Studiums einzuschlagen? Was hat Sie zu diesem Weg inspiriert?
    Wenn ich ehrlich bin, waren es weniger Erlebnisse innerhalb des Unterrichts, sondern all das, was drum herum passierte: das blanke Leben! Freude, Leid, Reisen, Museen, Kultur, Berlin, neue Menschen kennen lernen - und noch mehr Krisen! Ich habe lange von der Hochschule erwartet, dass sie Schritt für Schritt vorgibt, wie ich mich entwickeln muss. Aber die UE gibt dir: eine fundierte Basis an Technik, Fachwissen, Theorie, Hilfestellungen, Connections - einen große Schatzkammer, aus der du schöpfen kannst. 
    Aber du musst selbst wissen, wer du bist und was dein wirklicher Traum ist. Was deine Leidenschaft ist! Und du brauchst gute, gute Freunde und unerschütterliches Vertrauen darin, dass alles schon wird, egal wie schlimm es gerade ist. Erst dann entwickelt sich eine starke Intuition, welcher Mensch dich weiterbringen kann oder an welche Orte du gehen musst, um diese Spur punktgenau weiterzuverfolgen. Manchmal scheinen dies abwegige Pfade zu sein, die sich jedoch als genau die richtigen entpuppen! 

    Sie haben sich in Ihrem Bachelorprojekt der Erzählung „Der Sandmann“ des Romantikers und Vorläufer der Fantastik E.T.A. Hoffmann gewidmet. Was hat Sie an der Erarbeitung des Themas begeistert? Worauf sind Sie bei der Arbeit besonders stolz?
    Der „Sandmann“ erzählt die Geschichte eines Jungen, der einen nächtlichen Besucher für eine groteske Gestalt hält und sich schreckenserregende Bilder ausmalt. Verliebt sich später in eine Automatenpuppe und „ertrinkt“ in den Bildern seiner Vorstellungskraft. Hoffmann erzählt dies so, dass im Erzählstrang nicht eindeutig ist, was der Protagonist real erlebt. Verfolgungswahn, Spiritualismus, Wahnsinn, Fantasie, Unterbewusstsein – das sind auch heute aktuelle Themen, egal wie modern und digital wir sind. 
    Meine interaktiven Erlebnisbücher sind fiktive Tagebücher des Protagonisten, die der Leser selbst entschlüsselt. 
    Es zeigt sich in der Geschichte, dass die Wahrnehmung und Realität aus Lagen besteht, die ich auch visuell aufgebrochen habe. Folien, Buchseiten, Blätterstapel, Sammeln, Collagieren, Auf- und Verdecken. Die Inhalte werden zu haptischen Puzzleteilen, mit denen der Leser die Welt des Protagonisten selbst ergründet. 
    Diese Arbeit ist parallel auch eine visuelle Forschungsarbeit über die Idee von Wirklichkeit um 1850. Wissenschaft ist seit jeher ein menschengemachtes Werkzeug, um „Realität“ zu verstehen. Das war ungeheuer spannend und hat die Arbeit einer bloßen Nach-Erzählung enthoben! Ich habe hunderte Jahre alte gemeinfreie, wissenschaftliche Dokumente entdeckt, die sich mit Psychologie, Spiritualismus oder auch exakten Wissenschaften beschäftigen (und bebildern). Diese geben ein aus heutiger Sicht ebenfalls fast obskures Bild auf die Wahrnehmung der Wirklichkeit von damals! Dieses okkulte Feuerwerk befeuert die Fantasie unglaublich! 
    Spannend war, wie eine Geschichte durch Inszenierung so viele verschiedene Medien erschließt: neben Fotografie auf Folien für das Buch (Schattenbilder) entstanden Stempel, fiktive Dokumente und Notizen, Pappeinbände, ein Imagefilm (https://vimeo.com/240470679)  und ein kompletter, inszenierter Arbeitsraum des Protagonisten (http://www.sköne-öke.de/ausstellung/)  für Ausstellungen! Und es wächst immer weiter! 

    Beschreiben Sie Ihr Studium in drei Worten
    Werkzeugpool, Entscheidungshilfe, Theoriefundierung.

    Für welche (drei Dinge) sind Sie in Ihrem Studium besonders dankbar?
    1. Enger Kontakt zu Lehrenden, die meine „Artistic Voice“ geschliffen haben. (Danke, James Higginson, Cyrus Khazaeli und Daniel Bastian!)
    2. Lernen zu „Studieren“: niemand konnte mir an der University of Applied Sciences Europe sagen, wohin ich mich entwickeln soll. Denn das muss man selbst herausfinden! Dadurch wurde ich gezwungen, selbstständig meinen Weg zu finden.
    3. Nachdem ich wusste, was ich als Zusatzfähigkeiten brauche, konnte ich die Möglichkeiten und Erfahrungen der University of Applied Sciences Europe für mich nutzen.

    Mehr zu Christina und ihrem Projekt gibt’s unter:
    Der Sandmann: www.sköne-öke.de/konzept
    Christina Heurig’s Portfolio: www.heartmill.com
    News and Updates:  https://www.facebook.com/Christina.Heartmill 
     

    • Erfolgsgeschichte Schaefer
    • BTK Thomas Schaefer Mann im Licht
    • BTK Thomas Schaefer Frau auf Bett
    • BTK Thomas Schaefer Weihnachtsbaum

    Thomas Friedrich Schaefer

    • Absolvent unserer Hochschule in Berlin, Abschluss des Studiums 2014, Schwerpunkt: Fine Arts
    • zeigte seine Arbeiten auf unzähligen Ausstellungen, lebte und reiste in und durch Süd-Amerika, Europa, Südostasien, Westafrika und Nordamerika
    • im September 2015 ausgezeichnet mit dem Felix Schoeller-Preis in Konzeptioneller Fotografie

    "Das Studium hat großen Spaß gemacht. Schön ist, dass ich bis heute Kontakt zu den Dozenten habe. James Higginson ist ein enger Vertrauter. Mit ihm und Prof. Dr. Stephan Günzel treffe ich mich noch immer, um über meine Arbeiten zu sprechen. Das weiß ich sehr zu schätzen. Auch Andrej Glusgold und Matthias Leupold waren wichtige Menschen während des Studiums und sind es bis heute."

    Blog:
    http://www.tfschaefer.net/

    • Cindy Fuhlendorf Erfolgsgeschichte

    Cindy Fuhlendorf

    Cindy Fuhlendorf studiert Kommunikationsdesign an der University of Applied Sciences Europe Hamburg. Bei ihrem Praktikum bei Jung von Matt schnupperte sie Agentur-Luft und arbeitete unter anderem für Otto und OBI. Ihr persönliches Highlight: Die Umsetzung eines 1&1 TV Spots, der sogar im November 2016 im Fernsehen zu sehen war.


    Welches Erlebnis (Fakultät Art & Design) hat dich besonders geprägt?

    Mir haben viele Kurse Spaß gemacht, aber zwei haben mich wirklich geprägt. Zum einen „Corporate Identity“ bei Ilona Klück. Hier habe ich das erste Mal wirklich gemerkt, wenn man eine gute Idee gefunden hat, fallen die Ausarbeitungen und alles andere leicht. Man merkt ganz schnell, dass eine Idee nicht gut ist, wenn die Ausarbeitung schwer und schleppend ist. In diesem Kurs wurde mir bewusst, dass ich mich sehr für C.I. interessiere. Schon vor meinem Studium habe ich mich für Packaging Design interessiert. Dieses Interesse hat sich in meinem jetzigen Kurs „Packaging Design“ noch einmal mehr als bestätigt. Mir macht es unglaublich viel Spaß, Konzepte zu entwickeln und sie selbst umzusetzen.

    Was begeistert dich an deinem Studium? Worauf bist du besonders stolz?

    Ich gehe in die Uni, um Inspirationen, Aufgaben und Hilfestellungen zu bekommen, der Rest ist Selbststudium und „Learning by doing“. Ich konnte vor meinem ersten Semester in Photoshop vielleicht gerade mal das Zauberstabwerkzeug benutzten und von Indesign und Illustrator hatte ich noch weniger Ahnung. Nach drei Jahren Studium habe ich dann beim „ADC Speed recruiting“ mehrere Komplimente für meine Photoshopfertigkeiten bekommen. Das hat mich wirklich stolz gemacht.

    Was hat dich bei deinem Praktikum am meisten begeistert und worauf bist du im Bezug aufs Praktikum besonders stolz?

    In meinem Praktikum hat mich am meisten die lockere und tolle Stimmung innerhalb der Agentur begeistert. Alle Mitarbeiter sind offen aufeinander zugegangen und waren immer hilfsbereit. Besonders toll fand ich, dass man als Praktikant nicht gleich als Kaffeeholer abgestempelt wurde. Jeder wurde ernst genommen und war ein gleichwertiger Bestandteil des Teams. Das hat mich sehr motiviert. Mein persönliches Highlight war die Umsetzung einer meiner Ideen für einen 1&1 TVC, welcher letztes Jahr im November im Fernsehen zu sehen war. Das war etwas sehr besonderes und hat mich, was meine Kreativität angeht, selbstbewusster gemacht. Denn man neigt ja doch immer dazu, sich selbst zu unterschätzten.

    Wo soll es mal hingehen? / Was ist dein Traum? Was willst du in 10 Jahren erreicht haben?

    Nach dem Studium möchte ich gerne erstmal in einer großen Agentur einsteigen und so viel Erfahrungen sammeln wie es geht. Nach meinem Praktikum in einer Werbeagentur interessiert mich auch mal der Bereich einer Designagentur. In zehn Jahren sehe ich mich entweder in einer tollen Agentur als CD oder in meiner eigenen kleinen Agentur auf Ibiza natürlich.

    Welche Erfahrungen aus deinem Studium haben dich beim Praktikum unterstützt?

    Aus meinem Studium hat mir auf jeden Fall sehr geholfen, dass wir ab und zu mal auf echte oder fiktive Briefings gearbeitet haben. Natürlich fand das Ganze nicht so statt wie in einer Agentur, aber es hat mir geholfen. Ich wusste zum größten Teil, wie man mit Briefings umgeht. Des Weiteren haben mir auch meine Adobe CC Kenntnisse, wie oben schon erwähnt, welche ich durch die Projekte an der University of Europe (ehemals BTK) gelernt habe, sehr geholfen, die Erwartungen meines CDs zu erfüllen.

    Beschreib dein Studium an der University of Applied Sciences Europe mit drei Worten.

    Eigenverantwortung. Vielseitigkeit. Kreativität.

    • Carmen Bachelor Arbeit
    • Carmen Bachelor Arbeit

    Carmen Lenhof

    Carmen Lenhof hat Fotografie an der University of Applied Sciences Europe Hamburg (ehemals BTK) studiert und schloss ihr Bachelor Studium mit ihrer Arbeit „InsideOut“ ab.  Was sie in ihrem Studium erlebt hat und wie sie zu dem Thema ihrer Bachelorarbeit gekommen ist, hat sie uns im Interview erzählt:


    An unserer Hochschule war immer was los: z. B. Auslandssemester, Praktika und Ressortarbeit. Welches Erlebnis hat dich besonders geprägt?

    Prägende Erlebnisse waren z.B. die Projektwochen. Ich durfte mit nach Finnland auf einen Polarlichter-Workshop. Das war wirklich eine tolle Erfahrung! Aber auch der Workshop „Visual Angels on Environmental Change“, welcher ebenfalls in Finnland stattfand, war sehr interessant. Dazu ist kürzlich sogar ein Buch veröffentlich worden. Die Projektwoche muss aber keine Reise sein. Oft haben uns auch Fotografen besucht, mit denen wir verschiedene Projekte realisiert haben. Die Themen waren alle sehr spannend, aber was mir vor allem bei den Projektwochen gefallen hat, ist, dass man sich eine Woche lang intensiv mit einem Thema auseinandersetzt und daran arbeitet - sei es allein oder im Team. Daraus entstehen tolle Projekte! Definitiv gehört aber auch das praktische Semester dazu. Da habe ich erstmals die Theorie praktisch erleben können und Einblick in den Alltag eines Fotografen erhalten. Aus diesem Praktikum konnte ich sehr viel für mich mitnehmen. Weitere prägende Erlebnisse waren die Ausstellungsvorbereitungen und natürlich auch die Ausstellungen selbst. Man hat viel darüber gelernt, wie man eine Ausstellung aufzieht und seine Arbeit richtig präsentiert.

    Welche Erfahrungen aus deinem Studium haben dich unterstützt, deinen ganz persönlichen Karriereweg einzuschlagen?

    Einen ganz klar definierten Karriereweg sehe ich noch nicht. Ich möchte mich noch ein wenig ausprobieren. Im Studium wurde viel angeschnitten, dass ich noch ausbauen möchte. Wie zum Beispiel die Richtung „Film“.

    Was hat dich zu deinem Bachelorarbeitsthema inspiriert?

    In meinem Umfeld habe ich Menschen, die an einer psychischen Krankheit leiden. Ich habe mich schon immer gefragt, was in Betroffenen vorgeht und was sie durchmachen. Das war der Anstoß meines Bachelorthemas.

    Wie bist du bei der Entwicklung und Umsetzung des Projektes vorgegangen?

    Ich habe mich schon im 6. Semester mit dem Thema „psychische Krankheiten“ beschäftigt. Es ist eine fotografische Arbeit mit 29 SW-Bilder entstanden, die ich ohne jegliche Hintergrundinformationen oder Inspiration erstellt habe. In meinem Bachelor habe ich mich dann auf endogene und affektive Psychosen spezialisiert und hierfür Schizophrenie und bipolare Störung als Beispiel aufgegriffen. Inspiriert zu den Bildern hat mich Verschiedenes: Texte von Betroffenen, Arbeiten von Künstlern, die selbst betroffen sind oder auch Musik. Aber überwiegend habe ich aus meiner eigenen Vorstellungskraft geschöpft. Auf den Bildern sind keine psychisch kranken Menschen zu sehen, sondern Modelle. Ich wollte der Krankheit kein Gesicht geben. Viel mehr ging es mir darum, das Gesamtgefühl einzufangen und eine emphatische Brücke zu den Betrachtern zu bauen. Durch die verschiednen Herangehensweisen haben sich auch neue Perspektiven entwickelt. Mit der Zeit habe ich dann zunehmend meine eigene Bildsprache gefunden.

    Was begeistert dich an deinem Projekt und worauf bist du besonders stolz?

    Trotz des gesellschaftskritischen Themas wurde es gut aufgenommen und reflektiert. Das zeigt mir, dass ich für den Einstieg in ein solch kritisches Thema einen Zugang zu den Menschen gefunden habe. Das war u.a. auch Ziel meiner Arbeit.

    Erzähl uns von einem Beispiel aus deinem Studium, bei dem es sich gelohnt hat, bekannte Pfade zu verlassen / über eigene Grenzen zu gehen? Was war dabei dein Antrieb / was hat dich unterstützt?

    Wie eben schon erwähnt, waren sowohl die Ausstellungsvorbereitungen, als auch die Ausstellungen selbst prägende Erlebnisse - vor allem die Bachelorausstellung. Da wir sehr wenige waren, musste der Einzelne viele Aufgaben übernehmen. Aber für das Ergebnis haben sich die schlaflosen Nächte und die Anstrengungen gelohnt. Ingesamt war es eine sehr stressige Zeit, aber auch eine sehr lehrreiche.

    Wo soll es jetzt für dich hingehen? Was ist dein Traum?

    Auf jeden Fall möchte ich noch weitere eigene fotografische Projekte realisieren. Zum anderen möchte ich aber auch noch verschiedene Richtungen ausprobieren, vor allem interessiert mich der Bereich Film.

  • Lea Nagano


    "Kyosei thematisiert die katastrophalen Ereignisse um Fukushima. Ich war in jenen Tagen in Tokio. Meine mit dem Erdbeben, dem Tsunami und der nuklearen Katastrophe einhergehenden widersprüchlichen Stimmungen transformierte ich in ein mediales Panorama.
    Am 11. März 2011 ereignete sich in Japan das schwere Erdbeben, das unter anderem den Reaktorunfall in Fukushima zur Folge hatte. Dies war für mich eine verstörende Erfahrung, die meine Vorstellung von der Stadt Tokio sehr stark beeinflusste. Der Titel des Filmes »Kyosei« bedeutet Koexistenz und verweist auf den Widerspruch, trotz der Angst vor der radioaktiven Strahlung ein normales Leben zu führen. Die Szenen zeigen Tokio einerseits als eine in der Nacht hell erleuchtete, dynamische Stadt, aber auch als eine, die durch das atomare Ereignis ins Wanken geraten ist. Verängstigte Personen verlieren sich in den anonymen Menschenmengen der Großstadt Tokio, die im Laufe der Animation immer stärker abstrahiert wird."

    "Der Natur wird als Ursprung der Naturgewalt und als Ort des Stattfindens der atomaren Katastrophe besondere Bedeutung zugewiesen. Kyosei ⁄ Coexistence wird als Panorama gezeigt und ermöglicht dem Betrachter, eine Bildwelt als seine Umgebung zu erfassen. Gespräche mit Besuchern zeigten, dass die Panoramainstallation ein visuelles Erlebnis ist, das den Betrachter stark emotional involviert."

    Wie kam es zu der Idee, ein Panorama als Abschlussarbeit zu realisieren und welche Erfahrungen konntest du dabei sammeln?
    Mein Interesse für mediale Räume entstand im sechsten Semester. Ich realisierte in einer Gruppe von vier Leuten ein erstes kleines Panorama im Rahmen des Seminars Mediale Räume bei Daniel Wangen. Jeder von uns hatte verschiedene Kompetenzen, und am Ende war etwas entstanden, was einzeln so nicht zu leisten gewesen wäre. Die Arbeit in der Gruppe und die Tatsache, dass man sich seinen eigenen isolierten Raum für einen Film baut, haben mir von Anfang an sehr gefallen. Dazu kam, dass die Wirkung des Panoramas für mich überraschend war. Der Film, den ich zuvor nur vom Bildschirm kannte, war auf einmal im Raum erlebbar. Der Betrachter ist so anders involviert. Ich glaube nicht, dass man im Panorama der Illusion erliegt, an einem anderen Ort zu sein, aber ich kann eine narrative Atmosphäre erschaffen, auf die der Betrachter unmittelbar reagiert.

    Die Erfahrungen, die ich mit diesem Prototypen sammeln konnte, haben mich dann zu der Idee für mein Abschlussprojekt geführt und mir auch das Vertrauen gegeben, die Arbeit bewältigen zu können. Diesmal sollte das Panorama größer werden und ein Thema bekommen, das mit mir zu tun hatte. In der Umsetzung hatte ich dann wieder ein tolles Team – für den Bau des Raumes, den technischen Aufbau und den Sound –, aber Konzeption, Umsetzungsplanung und Ausführung lagen in meiner Verantwortung. Und obwohl ich in jedem Detail genau wusste, was zu tun war, war ich am Ende doch von der Komplexität und Dimension der Arbeit überrascht. Der Raum im Durchmesser von fünf Metern und eine zwei Meter hohe Projektion waren beeindruckender, als ich es mir vorgestellt hatte. Das Feedback, das ich von den Besuchern bekommen habe, egal, wo es aufgeführt wurde, bestätigte mir, dass es mir gelungen war, eine Atmosphäre zu erzeugen, die emotional bewegte. Das waren für mich wertvolle Erfahrungen und bekräftigende Reaktionen, in dieser Art des Gestaltens weiterzuarbeiten. 

    Wie ging es nach dem Studium weiter?
    Ich habe zunächst bei der Agentur Tamschick Media+Space ein Praktikum gemacht, um einen tieferen Einblick in den Arbeitsalltag zu bekommen. Dort habe ich an medialen Raumkonzepten für Museen und Messen mitgewirkt. Parallel dazu konnte ich für ein kleines Theaterensemble in Berlin verschiedene Bühnenbilder mit eigenen Videos erweitern. Hier war für mich die Teamarbeit wieder ein Thema. Am Theater ist jeder sehr in seiner Disziplin und muss darauf achten, sich auf die anderen einzulassen. Gerade bin ich mitten in der Produktion für eine Fassadenprojektion, die im Rahmen eines klassischen Konzertes in Luxemburg zu sehen sein wird. Dafür arbeite ich zum ersten Mal mit Daniel zusammen. Es ist spannend zu erleben, wie die ehemaligen Dozenten im Job funktionieren.

    So wie es klingt, werden die medialen Räume dich auch in Zukunft beschäftigen. Hast du schon Pläne, wie es weitergeht?
    Der Raum scheint mein roter Faden zu sein. Im Herbst fange ich ein Masterstudium an. Ich habe aufgrund meines Portfolios an der University of the Arts London – Central Saint Martins ein Stipendium für den Studiengang Narrative Environments bekommen. Die Studenten kommen aus verschiedenen Fachbereichen, wie zum Beispiel Architektur oder Grafikdesign. Mir wurde gesagt, dass jemand mit einem filmischen Background eher selten ist. Ich bin sehr gespannt.

    Portfolio: cargocollective.com/leanagano
    Vimeo: /leanagano

    • Tomaso Baldessarini wins two times at PX3 in Paris

      BTK-Alumni Tomaso Baldessarini gewinnt PX3 Award in Paris

      Gold und Honorable Mention Award in Kategorie Portrait

    Tomaso Baldessarini


    “Mein Studium an der University of Applied Sciences Europe war sehr facettenreich, sicherlich bin ich mit meiner Art nicht immer auf Freude einiger Professoren gestoßen. Ich habe immer schon viel neben dem Studium fotografiert, um Praxiserfahrung zu sammeln und neue Kontakte zu finden, die potenzielle Arbeitgeber sein könnten. Ich habe mein Praktikum vorgezogen, weil ich wissen wollte, ob ich das wirklich mein ganzes Leben machen möchte. Es gab sehr viele Studieninhalte, die mich wahnsinnig fasziniert haben. Medientheorie, Designgeschichte oder auch Philosophie waren einige der Kurse, die fundamental zu meinem Lebensweg beigetragen haben. Man muss eben wissen, dass man in Eigenverantwortung hat. Keiner trägt einem etwas nach, Du musst es selber wollen und auch dafür kämpfen. Von nichts kommt nichts!”

    “An der University of Applied Sciences Europe ist die Atmosphäre sehr persönlich und alles ist in einem Haus. Ich bin mit allen Dozenten und Mitstudenten gut klar gekommen. In dieser Zeit habe ich gelernt, meinen Kopf ausschalten zu können und meiner Intuition zu vertrauen.”

    “Der persönliche Kontakt zu den Professoren gestaltet das Studium üblicherweise auf einer sehr freundschaftlichen Ebene. Ich habe mir in dieser Zeit außerdem jemanden gesucht, mit dem ich irgendwie verbunden war, jemanden, der mich versteht. So konnte ich Probleme, die ich hatte und an denen ich manchmal ewig rumgebastelt habe, in einem schnellen Gespräch klären, was auch bei meiner Bachelorarbeit so war. Ich hatte drei verschiedene Konzepte, die ich mit Prof. Katrin Thomas besprochen habe. Danach war sofort klar, was ich mache. Wenn man Dozenten nicht nur als Lehrkörper wahrnimmt und zu ihnen geht, mit ihnen über Ideen redet und diskutiert kann man sie auch als eine Art Mentor verstehen. Da die Kurse an der University of Applied Sciences Europe meist sehr klein (zehn bis 15 Leute) hat man auch jede Menge Gelegenheiten, sich mit den Professoren auszutauschen.”

    “Wenn man wie ich rein auf Fotografie und Bildbearbeitung spezialisiert ist, lohnt sich eine Selbstständigkeit. Sicherlich ist eine Galerie und eine Rep, wie in meinem Falle, sehr hilfreich. Sicherlich dauert es aber bis man nach dem Studium, um in den Genuss eines solchen Luxus kommt. Ohne harte Arbeit und Selbstinitiative wird das nichts mit dem Traum, als Fotograf zu arbeiten und davon zu leben. Es gibt einfach zu viele hier in Berlin, seinen eigenen Standpunkt klar zu machen ist ein großes Unterfangen. Nach einer gewissen Zeit hat man mir den Freiraum gegeben, den ich brauchte, alle Professoren haben mich bei meinen Projekten unterstützt. Die University of Applied Sciences Europe war ein wichtiger Abschnitt in meinem Leben und ich würde mich immer wieder entscheiden, an dieser Uni zu studieren!”

    Webseite: www.baldessarinistudio.com
    Facebook: facebook.com/TomasoBaldessariniPhotography

  • Remo Gambacciani

    • Absolvent der University of Applied Sciences Europe Berlin, Student von 2010 bis 2012, Abschluss in Film + Motion Design (B.A.)
    • 2014 - heute: 3D Artist & Motion Design Freelancer weltweit
    • 2012 - 2014: 3D Artist & Motion Designer bei SEHSUCHT, Berlin
    • 2010 - 2012: Studium Visual- & Motion Design an der UE
    • 2009 - 2010: Studium Kommunikationsdesign an der Design Academy Berlin
    • 2007 - 2008: Event- & Design Manager, Schweiz
    • 2006: video- und fotografische Dokumentation einer Reise durch Kanada, USA und Mexiko
    • 2003 - 2005: Visual Concepter/ Merchandiser, Zürich
    • 2000 - 2003: College of Art and Design, Zürich
    • 1999 - 2003: Display Artist, Zürich

    „Das Studienprogramm an der University of Applied Sciences Europe ist ein guter Ausgangspunkt, um die eigenen Passionen und Fähigkeiten zu entdecken. Zumal das Programm mehrere Ausrichtungen kombiniert und unterschiedliche Kurse anbietet, ist es ein Leichtes, Vorlieben festzustellen und eigene Wege zu gehen. Ich war fasziniert von der Auswahl an technischem Zubehör, welches die University of Applied Sciences Europe zum Verleih bereitstellt. Dies ist eine große Hilfestellung im kreativen Arbeitsprozess und vereinfacht das Studentenleben auf vielerlei Weisen! Die Zusammenarbeit mit den Lehrenden ist sehr liebenswert und locker. Sie sind praktisch und technisch sehr kompetent. Wie immer im Leben, liegt es auch hier an einem selbst, wie viel Wissen man sich in der begrenzten Zeit aneignen kann und wie viel man aus dem Studium für sich herausholt. Wenn man erst einmal in der Branche mit Kunden arbeitet, erinnert man sich gerne zurück an die Zeit, in der man selbstständig kreativ tätig sein konnte, ohne dass einem jemand über die Schulter schaut…“

    „Durch die University of Applied Sciences Europe bin ich zum 3D gekommen. Vor dem Studium hatte ich kaum jemals ein 3D-Programm genutzt. Meine ersten größeren 3D-Projekte waren „Drillbot“ und „The Limit“, dabei entwickelte ich eine Leidenschaft für 3D/VFX, fließende Dynamik sowie die Teilchenphysik.“

    „Mein erster persönlicher Erfolg war meine Bachelor-Thesis „CYCLE“, welche auf Vimeo entdeckt wurde und auf dem „One Minute“ Filmfestival in der Schweiz (2012) gelistet wurde. Zu sehen war sie auch auf einigen Blogs, wie Behance’ Motion Graphics Served.“

    „2012 hatte ich die Gelegenheit, im großartigen Studio SEHSUCHT Berlin zu arbeiten, wo ich an mehreren großen Projekten teilnahm und meine 3D-Fähigkeiten ausbauen konnte. Es war eine wunderbare Erfahrung, das Wissen aus meinem Studium aufs nächste Level zu bringen und im professionellen Kontext wieder zu erleben. Das erfolgreichste Projekt während meiner Zeit bei SEHSUCHT Berlin war das Showpaket für die MTV European Music Awards 2012.“

    Auszeichnungen: ADC (2013, 2x Bronze in "Designpackage" and in "Motion Graphics/3d"), ITFS (2013, Gold in "Advertising") BASS (2013, Gold in "Programme Branding Design")

    Nominierungen: Cannes Lions (2013, in "Design")

    „In den folgenden zwei Jahren arbeitete ich im Studio SEHSUCHT, wo ich ich weiterhin vom tiefgreifenden Studienwissen von der University of Applied Sciences Europe sowohl praktisch als auch technisch profitierte. Mit meiner Leidenschaft für 3D-Simulationen und Physik, welche ich über die Jahre entwickelt hatte, konnte ich mir einen Namen als „der Mann für Flüssigkeiten und Teilchen“ machen und somit genau das tun, worauf ich am meisten Lust hatte! Ich war an weiteren ausgezeichneten Projekten in der 3D-Branche beteiligt.“

    „Zuletzt wagte ich einen weiteren Schritt und begann meine Karriere als Freelancer. Es ist spannend, Ideen und Konzepte für eigene Projekte zu entwickeln und mehr Verantwortung zu übernehmen - es erinnert mich ein wenig mehr an meine Studienzeit an der University of Applied Sciences Europe.“

    www.gambacciani.com

  • Marcel Bachran


    Ich habe an der University of Applied Sciences Europe immer besonders geschätzt, dass man sich mit den Professoren und Dozenten auf Augenhöhe austauschen konnte. So habe ich die Lehrenden immer eher als Wegbegleiter verstanden, die einem auch neben dem Studienalltag zu ersten realen Projekten verhelfen können.

    Obwohl ich es sehr gut fand, das interdisziplinäre Kursangebot voll ausschöpfen zu können, so hat mir meine Bachelorarbeit doch mit am meisten Spaß gemacht, weil ich mich auf dieses eine Projekt konzentrieren konnte. Durch die theoretische Auseinandersetzung konnte die Idee für das praktische Projekt nach und nach reifen, was dazu geführt hat, dass ›Methodo‹ zu einer recht runden Sache geworden ist. Außerdem habe ich meinen Fokus auf UI/UX Design mit diesem Projekt nochmals vertieft und mit meiner Leidenschaft für's Brandings verbunden.

    Portfolio: www.behance.net/marcelbachran
    Blog: www.heymarcello.tumblr.com

  • Felix Hülpüsch

    • Absolvent der University of Applied Sciences Europe Berlin, Studium 2010-2013, Schwerpunkte: Kommunikationsdesign / Illustration
    • derzeit Grafikdesigner bei Motor Kommunikation, Berlin

    "Die Interdisziplinarität und die kleinen Seminargruppen haben mir besonders gut gefallen, weil das Lernklima dadurch angenehm war und man eine Menge ausprobieren konnte, bevor man seinen Fokus auf einen Schwerpunkt legt."

    "Mein Lieblingsprojekt? Meine Bachelorarbeit! Dafür produzierte ich einen illustrierten Gedichtband zu ausgewählter Lyrik Gottfried Benns und konnte meine Lieblingsdisziplinen Illustration und Editorial Design zusammenführen. Von der Konzipierung bis hin zur finalen Produktion habe ich mich um alle Schritte persönlich gekümmert und bin mit dem Ergebnis nach wie vor sehr zufrieden. Krönender Abschluss meines Studiums!"

    Portfolio: www.behance.net/felix-huelpuesch